th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Digitaler Sieg über die Papierflut

Transportpapiere am Tablet und neue Kontrollmöglichkeiten für ausländische Transporteure. Frächter haben viel erreicht.

Transporteur bedient Tablet
© Andrey Popov, Fotolia Fahrer dürfen Transportpapiere nun auch in digitaler Form mit sich führen.

Lange haben die Frächter um eine Lösung gerungen, seit 22. Mai ist die Novelle zum Güterbeförderungsgesetz am Tisch: Fahrer können in Zukunft Transportpapiere auch in digitaler Form mit sich führen und bei Kontrollen vorweisen. 

Peter Fahrner, Fachgruppenobmann des Güterbeförderungsgewerbes: „Das war in der Vergangenheit ein großes Problem, weil die Polizei nur Papier akzeptiert hat, viele Auftraggeber Unterlagen aber bereits in digitaler Form zur Verfügung gestellt haben. Das ist so weit gegangen, dass Unternehmer Lkw mit teuren Druckern ausgestattet haben, um dem Gesetz Genüge zu tun.“ Fahrner spricht von einem unglaublichen Erfolg, für den die Branche schon lange gekämpft habe. „Die Papierflut in den Fahrzeugen gehört jetzt endlich der Vergangenheit an, die Fahrer kommunizieren auf allen Ebenen digital. Damit ist der bürokratische Arbeitsaufwand für alle deutlich reduziert, genau das wollten wir erreichen.“ 

Das ist aber nicht der einzige Erfolg, den Fahrner für seine Mitglieder feiern kann. In der Novelle zum Güterbeförderungsgesetz wurde ebenfalls gesetzlich verankert, dass die Finanzpolizei als Organ der Abgabenbehörde vor allem bei unerlaubter Kabotage tätig werden kann. Damit wurde die Klammer zum Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz  (LSD-BG) geschafft. 

Was kontrolliert wird?

Um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Frächter zu sichern, wurde auch am LSD-BG geschraubt. Seit Jänner 2017 müssen von ausländischen Unternehmern nicht nur Kabotagefahrten, sondern auch grenzüberschreitende Transporte (ausgenommen Transit) an das zentrale Koordinationsregister (ZKO3) gemeldet werden. Diese sogenannten Entsendemeldungen verpflichten den ausländischen Unternehmer, sich an die österreichischen Kollektivverträge zu halten. Mit welchem Erfolg, das ist auf den Seiten 4 und 5 nachzulesen. Am 1. Juni sind Vereinfachungen in Kraft getreten, die – so Fahrner – aber keinesfalls die Kontrollierbarkeit schwächen. So haben ausländische Frächter die Möglichkeit, Sammel-Entsendemeldungen für drei Monate abzugeben. Nicht mehr gemeldet werden müssen seit dem Stichtag Auftraggeberdaten, Beginn und voraussichtliche Dauer der Beschäftigung in Österreich, Beschäftigungsort oder Dauer und Lage der vereinbarten Normalarbeitszeit. 

Die Erfolge

Seit 22. Mai ist die Novelle zum Güterbeförderungsgesetz in Kraft. Am 1. Juni wurde das Meldewesen bei Entsendung nach Österreich weiter vereinfacht, Kontrollen bleiben streng.



Das könnte Sie auch interessieren

  • Transport und Verkehr
Ch. Schaden mit Georg Schober, Direktor der Landesberufsschule Mitterdorf und A. Ferstl (re.)

Ein Sieger mit besten „Verbindungen“

Er ist der beste Nachwuchsspediteur im Land: Christopher Schaden, der heuer die Landesmeisterschaften gewonnen hat. Wir haben den Sieger getroffen. mehr

  • Handel
Handelsbilanz-Pressekonferenz

3,9 Milliarden Euro: Bestes Ergebnis seit 2010

Der steirische Einzelhandel zieht Halbjahresbilanz und feiert mit 3,9 Milliarden Euro das beste Ergebnis der vergangenen sieben Jahre. Ebenso gestiegen ist die Zahl der Beschäftigten sowie die der E-Commerce-Nutzer. mehr

  • Industrie
Der voest­alpine-Vorstand kam zur Studienpräsentation nach Graz: Franz Rotter, Wolfgang Eder (v. l.) und Franz Kainersdorfer (re.). Herwig Schneider (3. v. l.) präsentierte beeindruckende Zahlen.

Der Wirtschaftsmotor läuft mit Stahl

Wie essentiell die steirischen voestalpine-Aktivitäten sind, zeigt eine aktuelle Studie: Rund 30.400 Arbeitsplätze werden dadurch österreichweit gesichert, 2,7 Milliarden Euro an Wertschöpfung pro Jahr lukriert. mehr