th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Mit "digitalem Zwilling" zu mehr Heizeffizienz

Europa hat sich strenge Klimaziele gesetzt. Um diese zu erreichen, braucht es Innovationskraft – wie jene von Arteria aus Graz. 

Windräder
© AdobeStock_Raphael Koch Mit seinem Netzsimulationstool liefert der Grazer Gründer Stefano Coss Betreibern genaue Daten.

Auf der Suche nach den besten Lösungen aus der Klimakrise stehen auch heimische Start-ups im Fokus: So nominiert der Klima- und Energiefonds mit dem „greenstar“-Award die zehn besten rot-weiß-roten Jungunternehmen, die das Land mit ihren Businessideen zur Klimaneutralität begleiten sollen. Das Steirerland vertritt unter diesen aktuellen Top Ten der Grazer Techniker Stefano Coss. Mit seinem Start-up „Arteria Technologies“ verfolgt er das Ziel, bei Nah- und Fernwärme die Emissionen zu senken bzw. die Effizienz der Anlagen zu steigern. „Wenn man an Energie denkt, denkt jeder sofort an Strom. Hier wurde auch in den letzten Jahren enorm viel in Know-how inves-tiert, um noch nachhaltiger und grüner zu werden. Doch den wenigsten kommt bei diesem Thema die Heizung in den Sinn“, erzählt Coss. Doch reiche ein Blick auf die Energieabrechnung, um zu sehen, wie viel man pro Monat für Strom bzw. das Heizen ausgibt: „Im Schnitt kann man bei modernen Einfamilienhäusern heute sagen, dass das Verhältnis bei etwa 50:50 liegt. Bei älteren Häusern beträgt der Heizanteil sogar oft 75 Prozent der Gesamtkosten.“ 

Daten erstmals in Echtzeit

Nicht zu vergessen sei in Bezug zur „Green Deal“-Diskussion auch, dass knapp zehn Prozent der heimischen CO2-Emissionen auf den Sektor „Heizen“ entfallen, so Coss. Mit seiner Innovation – einer Weiterentwicklung seiner Dissertation an der Montanuni Leoben – setzt er genau hier an. „Es ist ein Netzsimulationstool, ein sogannter digitaler Zwilling, der Betreibern von Heizwerken erstmals detailliert und in Echtzeit Daten über das Netzverhalten liefert – und damit auch neue Effizienz- und Servicepotenziale eröffnet.“ 

Diese Art der Transparenz an jeder Stellschraube im Werk sei ein absolutes Novum, so Coss. „Statt sich wie bislang aufgrund fehlender Daten auf Daumen mal Pi zu verlassen, kann durch die Simulation nun exakt ermittelt werden, wie sich zusätzliche Einspeisungen etwa durch private PV-Anlagen an welchen Stellen genau auswirken, wie sich neue Anschlüsse im System verhalten oder auch in welchen Netzbereichen es noch Kapazitäten für zusätzliche Kunden gibt.“

Das Interesse erster Netzbetreiber habe er bereits geweckt, freut sich Coss – und auch über den Prototyp, der bereits im Testbetrieb laufe: „Im Herbst, also pünklich zur Heizsaison, soll die Proof-of-Concept-Phase starten.“


Stefano Coss
© Coss Stefano Coss


„Um die Effizienz ihrer Netze zu steigern, fehlt es Betreibern an Daten. Bisher musste man sich hier auf Daumen mal Pi verlassen.“



Quergefragt:

Was ist das Problem?

Im Gegensatz zum Strom sind die Themen Digitalisierung und Effizienzsteigerung beim Heizen noch zu sehr unterrepräsentiert.

Die Software kann…?

… für Betrieb und Service wichtige Daten in Echtzeit liefern. Daraus eröffnen sich auch neue Geschäftsfelder.

In fünf Jahren…?

Soll Arteria die führende Plattform für Wärmenetzbetreiber sein.


Das könnte Sie auch interessieren

Statten städtische Fahrradkuriere mit smarten Armbändern aus: Flasher-Geschäftsführerin Ines Wöckl und der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl.

Grazer Gründer stärken die Verkehrssicherheit

Blinken statt Handzeichen: Das Grazer Start-up Flasher hat smarte Armbänder für Zweiradfahrer entwickelt. Die Stadt Graz ist nun als Partner an Bord. mehr

Sandra Pieber ist Gastwirtin aus Leidenschaft.

Stolz auf den Familienbetrieb

Sandra Pieber hat das Gasthaus Bachwirt im Almenland übernommen und ist nun für den Follow-me-Award nominiert. mehr

Stefan Prader tritt bei den Elektrotechnikern an.

Skills-Experten aus dem Hause Prader

Von 22. bis 26. September gehen die EuroSkills in Szene – so unterstützen die Ausbildungsbetriebe ihre Starter bei der Heim-EM. mehr