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Dieser Poker geht an RFID-Know-how aus Graz

Von Pokerchips in Las Vegas über königliche Kamele bis hin zur Goldminen-Zutrittskontrolle im Oman: Die RFID-Experten von „freaquent“ tracken einfach alles.

Helmut Köberl und Reinhold Frosch (v.l.): „Der riesige RFID-Markt bietet viele Nischen für KMU. Aus einer solchen startend, haben wir uns zu einem der führenden High-End-Anbieter im Bereich HF- und LF-RFID entwickelt.“
© Furgler Helmut Köberl und Reinhold Frosch (v.l.): „Der riesige RFID-Markt bietet viele Nischen für KMU. Aus einer solchen startend, haben wir uns zu einem der führenden High-End-Anbieter im Bereich HF- und LF-RFID entwickelt.“
Was die Kamele des jordanischen Königshauses mit Casinos in Las Vegas, Macao oder Singapur gemeinsam haben? Sie alle, und weltweit noch zahlreiche Kunden mehr, setzen auf die Steiermark. Genauer gesagt auf das RFID-Know-how der Grazer „freaquent“. Denn die beiden Inhaber Reinhold Frosch und Helmut Köberl sind immer dann gefragt, wenn Kunden mit „Tracking“-Vorstellungen anderswo gescheitert sind. „Für große RFID-Player am Markt sind diese ,kleineren‘ Sonderaufträge selten wirtschaftlich interessant. Wir haben uns deshalb bewusst darauf spezialisiert“, berichtet Frosch.

2002 haben sie, nach Stationen bei Mikron und NXP, als Pro­blemlöser für diffizile RFID-Fälle ihre Firma gegründet: „Der erste Auftrag war die Installation eines Zutrittsystems für die Goldmine im Oman.“ Ein internationaler Start, der den Weg für die Zukunft legte: Heute gehen 95 Prozent der Grazer Tracking-Lösungen ins Ausland – um beispielsweise Kamele mittels Lesegeräten und Antennensystemen zu identifizieren. „Ähnliches haben wir zuletzt auch für Tierärzte in England umgesetzt, die damit den Gesundheitszustand von Herdentieren im Auge behalten“
Und ganz genau im Auge behalten wollen auch die Chips in den Casinos sein. „Wir haben bereits 2013 mit einer 100.000-Euro-Beteiligung der SFG das weltweit schnellste RFID-Lesegerät gebaut. Damit werden die Spiel-Chips unseres Partners GPI – der die großen Casinos weltweit ausstattet – automatisch ausgelesen.“ Der Betreiber weiß also immer, wo sich welche seiner Chips befinden, der Croupier hat permanent den Überblick über den Wert im Chiptray und beim Wechseln stellt der Kassier die Chip-Box einfach auf den Tresen. „Darunter liegt, wie auch beim Spieltisch, ein Lesefeld und die Daten werden sofort ausgewertet“, erklärt Frosch.Aber nicht nur am Poker-Tisch, auch in den Tiefen der Ozeane ist eine der vielen weiß-grünen Ortungslösungen im Einsatz. „Französische Tauchroboter orientieren sich anhand unserer Spezialgeräte, die wie Meterzähler auf den Unterwasser-Ölpipelines angebracht werden“, verrät Frosch. Und auch, dass aktuell ein großes Projekt für einen deutschen Hersteller von Implantaten ansteht, der europaweit Krankenhausketten betreut. „Diese Teile werden in Smart-Cabinetts aufbewahrt. Mit den von uns dafür entwickelten 3D-Antennen ist es möglich, exakt rückzuverfolgen, wer wann was entnommen hat, und man ist immer über den aktuellen Lagerbestand informiert.“

Quergefragt:

Was ist das Besondere an Ihren Produkten?
Die Lösung von der Stange reicht oft nicht. Wir adaptieren bzw. entwickeln neu.
Wo sonst findet man Ihre Produkte?
Etwa in Gasfüllanlagen in Kuwait und bei Taubenrennen in Fernost.
Warum das Ungleich-Zeichen im Namen?
Es verbindet „Frequenz“ und „freaky“. Letzteres sind wir sicher ein wenig.

Weitere Informationen zum Unternehmen: www.freaquent.com

Von Veronika Pranger

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