th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Diese Fassadensysteme rechnen sich langfristig

Die FH Joanneum hat in einem Forschungsprojekt Fassadensysteme unter die Lupe genommen – mit interessanten Ergebnissen.

Fassade
© Alex-stock.adobe.com Bei der Wahl des Fassadensystems spielen neben den Errichtungskosten auch die Folgekosten für Instandhaltung, Wartung, Reparatur und Reinigung eine wichtige Rolle.
Durch den Hochhausbrand in London hat die Brennbarkeit von Fassadenelementen wieder traurige Aktualität bekommen: 79 Tote hatte die Brandkatastrophe gefordert, weil sich das Feuer binnen kürzester Zeit über die 24 Stockwerke des Gebäudes ausbreitete.

Um die Wirtschaftlichkeit und die Lebenszykluskosten von Fassadensystemen dreht sich ein aktuelles Forschungsprojekt der FH Joanneum im Auftrag der steirischen Bau-Innung. So wurden in Kooperation mit verschiedenen Wohnbauträgern 106 Objekte an 31 Standorten in der Steiermark unter die Lupe genommen. Untersucht wurden wärmetechnisch sanierte Objekte verschiedenen Alters. Erklärtes Ziel der Studie war, Entscheidungshilfen bei der Auswahl des richtigen Fassadensystems zu liefern.

„Die Studie zeigt, dass oft die EPS-Fassade (expandiertes Polystroyrol, landläufig unter Styropor bekannt, Anm.) aufgrund der günstigeren Errichtungskosten gewählt wird“, sagt Bau-Innungsmeister Alexander Pongratz: „Wenn man aber die gesamten Lebenszykluskosten betrachtet, ist die Auswahl an Fassadenarten wesentlich größer.“

Konkret wurden im Zuge des Forschungsprojekts fünf Fassadenvarianten unter die Lupe genommen – EPS WDVS mit und ohne Vordach, Mineralwolle, vorgehängte Fassaden aus Holz bzw. Faserzement –, mit dem Ergebnis, dass sich auf 30 Jahre gerechnet, die Systeme nicht wesentlich unterscheiden. Die prognostizierte Lebensdauer der Fassadensysteme kann aber nur erreicht werden, wenn wichtige Punkte wie Verarbeitungsrichtlinien und professionelle Planung und Ausführung eingehalten werden.

Fazit der Studie: Die alleinige Betrachtung der Errichtungskosten reicht nicht aus, sondern benachteiligt alternative, ökologisch nachhaltige Fassadensysteme. Nur unter Berücksichtigung der Folgekosten wie Instandhaltung, Wartung, Reparatur und Reinigung rechnet sich ein Fassadensystem langfristig. Eine zentrale Rolle spielt zudem die richtige Planung, etwa ein konstruktiver Schutz durch Vordächer, Balkone und Sockelzonen.

Die zentralen Ergebnisse sowie die gesamte Studie finden Sie im Internet zum Download unter www.stmk.bau.or.at

Autorin: Karin Sattler

Das könnte Sie auch interessieren

  • Information und Consulting
Geschäftsmann jongliert mit Büroutensilien

Mit Projektmanagement zum Erfolg

In einer Veranstaltungsreihe bietet die Fachgruppe UBIT moderne Projekt-Methoden für den effizienten Einsatz in allen Unternehmen an. mehr

  • Information und Consulting
Die Aufwertung des Ingenieurstitels nützt den Ingenieurbüros vor allem bei der Gewichtung des Schlüsselpersonals.

Der "neue" Ingenieur hilft in der Praxis

Der Ingenieur wurde nun  auf die Stufe des „Bachelors“ gehoben: Was das für die tägliche Praxis in den Ingenieurbüros heißt. mehr