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Die steirischen Bahnzulieferer sind First Class

Bahn ist Hightech – und die steirischen Zulieferer sind dabei „Erste Klasse“: Gleich elf KMU traf ÖBB-Chef Andreas Matthä deshalb bei einem „Speed-Dating“.

Nicht nur die Großindustrie, auch Klein- und Mittelbetriebe profitieren vom Milliardenbusiness „Bahn“.
© Harald Eisenberger Nicht nur die Großindustrie, auch Klein- und Mittelbetriebe profitieren vom Milliardenbusiness „Bahn“.
Ein Tag, elf Unternehmen, intensiver Austausch: ÖBB-Chef Andreas Matthä bereiste kürzlich für einen Tag die Steiermark und traf dabei auf Innovationen in verschiedensten Bereichen. Auch die „Steirische Wirtschaft“ war mit an Bord.
Den Auftakt bildete die Voestalpine: Von Zeltweg und Leoben-Donawitz aus beherrschen die Stahl- und Schienenexperten rund ein Drittel des Weltmarktes. „Die Steiermark ist unser weltweites Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Produktion kompletter Bahninfrastruktursysteme“, erklärte Voestalpine-Vorstand Franz Kainersdorfer im Weichenwerk Zeltweg. Fast 40 Hightech-Sensoren stecken heute in einer Weiche – das erhöht neben der Sicherheit auch die Lebensdauer um das Zwei- bis Dreifache.
Das kleine Österreich ist übrigens im Bahnsektor in absoluten Zahlen gemessen die weltweit fünftgrößte Zuliefernation – zahlreiche Unternehmen sind Welt­spitze. Auch die Maschinenfabrik Liezen (MFL) zählt dazu, fertigt beispielsweise hochpräzise Gussteile für Schienenfahrzeuge und ganze Züge für Neubau und Wartung von Gleisanlagen. Mit ihren innovativen Schienenfräsaggregaten will man nun mithilfe des Technologiepartners ÖBB auf dem Weltmarkt expandieren.

Die Bundesbahnen sind dabei als zweitgrößtes Bahnunternehmen Europas ein schwergewichtiger Türöffner – etwa in Russland und China, wo Schienenpflege bisher kaum ein Thema war, die Netze jedoch stark im Wachsen sind. Allein in den letzten zehn Jahren hat China 20.000 Kilometer Hochgeschwindigkeitsbahn gebaut – übrigens mit Schienen aus Donawitz und Weichen aus Zeltweg. Weitere 20.000 Kilometer werden bis 2028 folgen – ein Mega-Markt mit riesigen Wachstumschancen auch für steirische Klein- und Mittelbetriebe wie die MFL.

Speed-Dating im Intercity

Und viele andere: Auf Idee der Initiatoren des Tages – des Mobilitätsexperten Franz Lückler und PR-Profis Christoph Sammer – haben sich acht Firmen ein Erste-Klasse-Ticket für ein zehnminütiges „Speed-Dating“ im Intercity von Selzthal nach Graz gebucht. Selbst Bahn-Profi Matthä war dabei sichtlich von der Vielfalt der weiß-grünen Innovationslokomotiven beeindruckt. Etwa von smarten Güterwägen, die bei „PJM“ auf der Agenda ganz oben stehen. Dort arbeitet man an der Vision völlig automatisierter Züge, die dann von nur mehr einem Mitarbeiter geführt werden können.
Auch „Nextsense“, in der Radverschleiß-Messung längst wichtiger Partner der ÖBB, will den nächsten Schritt in der Digitalisierung gehen und die derzeit noch manuellen Messungen mittelfristig automatisieren: Der Zug soll quasi im Vorbeifahren analysiert, Wartungs- und Reparaturzyklen sollen daraus abgeleitet werden. Die Sattler AG, eigentlich ein Textil-Riese, hat mobile, tragluftgestützte Lärmschutzwände für Wanderbaustellen, wie sie sie etwa bereits an die Deutsche Bahn liefert, präsentiert. „M&H“ aus Ilz, ein Kompetenzzentrum für 3D-Druck mit Österreichs modernster Infrastruktur, kann in kürzester Zeit beispielsweise einzelne Ersatzteile im Innenbereich, die es nicht mehr gibt, aus Kunststoff und Metall fertigen. Die Experten des Zertifizierungsunternehmens RCC arbeiten unterdessen an der „emissionsfreien Bahn“ und neuen Antrieben – etwa Wasserstoff. Ein Forschungsgebiet, das auch das Forschungszentrum „Virtual Vehicle“ in Graz als einer der wichtigen europäischen Player in der Mobilitätsforschung auf dem Radar und bei seiner Präsentation angeschnitten hat. Und auch der französische Beratungskonzern Altran mit seiner Österreich-Niederlassung in Gratkorn nutzte die Zugfahrt, um die Tür für eine Zusammenarbeit mit der ÖBB aufzustoßen.

Infrastruktur

Mit der Voestalpine kommt der Weltmarktführer bei Schienen und Weichen aus der Steiermark. Aber auch andere Unternehmen sind hier international sehr erfolgreich tätig, wie beispielsweise Altran (Gratkorn) und Hereschwerke.

Fahrzeugtechnik
Auch im Bereich der Schienenfahrzeuge kommt man an steirischen Firmen nicht vorbei. Die modernsten Drehgestelle für Züge kommen beispielsweise von Siemens in Graz. Weitere Zulieferer sind die AVL, Heldeco und MFL.

Sensorik und Software
Die Flotte und ihren Zustand zu verwalten und ihre Instandhaltung zu planen wird aus Effizienz- und Kostengründen immer wichtiger. Hier sind steirische Tüftler, etwa von Dewesoft, Nextsense und Boom Software (Deutsche Bahn), sehr gefragt.

Hier gehts zum großen Interview mit ÖBB-Chef Andreas Matthä.

Von Klaus Krainer


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