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Die „Steiermark im Kleinen“ ist für die Zukunft gerüstet

Eine neue Standortstudie der WKO Weiz bestätigt dem Bezirk ein hervorragendes Potential für die wirtschaftliche Zukunft. 

Vor allem die Industrie ist im Bezirk Weiz ein wichtiger Arbeitgeber.
© Die Industrie - Kniepeiss Vor allem die Industrie ist im Bezirk Weiz ein wichtiger Arbeitgeber.

Weiz. Er ist der viertgrößte Arbeitgeberbezirk mit der niedrigsten Arbeitslosenquote in der Steiermark, einer günstigen demographischen Entwicklung und einer breiten industriell-gewerblichen Basis. Damit habe der Bezirk Weiz beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft, so das Fazit einer neuen Studie des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS), welche in enger Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde und dem Stadtmarketing Weiz erstellt wurde. 

In dieser wird der Bezirk als „Steiermark im Kleinen“ bezeichnet, denn die heterogene Wirtschaftsstruktur ist laut IWS-Chef und Studienautor Ewald Verhounig „sensationell“. Als wirtschaftliches Herz der Region stechen in der Studie vor allem die Daten der Stadtgemeinde Weiz hervor: „Die gute Pendlerdynamik, eine positive Bevölkerungsentwicklung, eine hohe Steuerkraftquote und Pro-Kopf-Investitionen, die fast doppelt so hoch sind wie im Steiermark-Schnitt, lassen der Bezirkshauptstadt auch innerhalb der Region eine wichtige Rolle zukommen“, bestätigt Verhounig. 

Doch vor allem der innerstädtische Einzelhandel gerät laut Studie zunehmend unter Druck: Vorrangig im Bekleidungsbereich hat die Stadt in den letzten Jahren stark an Verkaufsfläche verloren. Hinzu kommt auch, dass das nördliche Einzugsgebiet über eine eher schwächere Kaufkraft und Bevölkerungsdynamik verfügt. 

Diese Situation spiegelt sich auch im gesamten Bezirk wider: Auch wenn sich Weiz laut der Studie bis 2030 zu den Bevölkerungsgewinnern innerhalb der Steiermark zählen darf, weist die Region ein starkes Nord-Süd-Gefälle auf. So ist die industriell-wirtschaftliche Basis tendentiell eher im südlichen Bereich des Bezirks angesiedelt, wo große Arbeitgeberbetriebe auch Pendler anziehen. Auffallend ist auch, dass im Bezirk Produktions- und Dienstleistungssektor gemessen an der Beschäftigtenzahl annähernd gleich stark ausgebaut sind (Produktion: 46,8 Prozent; Dienstleistungen: 51,3 Prozent). 

Potential für Verbesserung seien in der Schaffung einer jungen, dynamischen und kreativen Dienstleistungsszene und auch in der Positionierung des Bezirks als Marke zu finden. Das bestätigt auch WKO-Regionalstellenobmann Vinzenz Harrer, für den die Studie „ein Auftrag an die Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik“ sei und auch „zum Handeln animieren“ solle.

Die gesamte Studie zum Nachlesen und Downloaden gibt es auf wko.at

Von Sarah Gritsch

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