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Die grüne Mark ist Österreichs Exportsieger

Mit einer imposanten Zunahme um satte zwei Milliarden Euro deckt die Steiermark im ersten Halbjahr 2018 die Hälfte des rot-weiß-roten Exportwachstums ab.

Um 19,5 Prozent hat der steirische Außenhandel im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr zugelegt.
© StockAdobe Thatree Um 19,5 Prozent hat der steirische Außenhandel im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr zugelegt.

Dass die Steiermark ihren Reichtum zu einem nicht unwesentlichen Teil dem Außenhandel verdankt, ist längst kein Geheimnis mehr. Die heimischen Betriebe sind wahre Exportmeister, und das zeigt sich auch deutlich in den jüngst veröffentlichten Exportzahlen der Statistik Austria: „Die steirischen Warenexporte sind im ersten Halbjahr 2018 um zwei Milliarden auf 12,4 Milliarden Euro gestiegen“, freuen sich WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk, Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und der Aufsichtsratsvorsitzende des ICS (Internationalisierungscenter Steiermark), Jürgen Roth. „Damit war die Steiermark für die Hälfte des gesamten österreichischen Exportwachstums verantwortlich.“ Und das ist wahrlich eine beachtliche Leistung: Mit einem Plus von 19,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr davor nimmt die Steiermark im Bundesländervergleich somit mit großem Abstand Platz eins ein. Auf Platz zwei und drei folgen Niederösterreich mit einem Plus von immerhin 8,3 Prozent und Salzburg mit 8,2 Prozent Zuwachs.
Positiver Nebeneffekt der Entwicklung: Export bringt jene zusätzlichen Arbeitsplätze und jenes Wachstum, die der Heimmarkt nicht schaffen kann. „Den steirischen Produkten steht ein Markt von sieben Milliarden Kunden offen“, führt Herk aus und ruft zu einem Blick über den Tellerrand des Binnenmarkts auf.

Der bedeutendste Handelspartner der heimischen Betriebe ist Deutschland. So wurden von Jänner bis Juni 2018 Waren im Wert von rund 3,6 Milliarden Euro in das Nachbarland geliefert, was einer Zunahme um 15,9 Prozent entspricht. Etwa genauso hoch war auch der Wert der Einfuhren aus Deutschland. Und auch hier beträgt der Zuwachs satte 17,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum.

Beachtliche Zuwächse bei Export und Import

Als zweitwichtigstes Exportland für die Steiermark erwiesen sich einmal mehr die USA mit einem Wert der ausgeführten Güter von rund einer Milliarde Euro und einem Zuwachs um 20,4 Prozent. Dann folgen Italien (+23,5 Prozent), das Vereinigte Königreich (+53,3 Prozent) sowie China. Die größten Zuwachsraten verzeichnete die Steiermark übrigens bei den Exporten nach Südkorea: Eine Zunahme um satte 71,4 Prozent brachte Ausfuhren von Gütern im Wert von 407 Millionen Euro.
In Hinblick auf die Produkte trugen vor allem Fahrzeuge beziehungsweise Fahrzeugteile (+54,2 Prozent), elektrische Maschinen (+19,8 Prozent) sowie Waren aus Eisen und Stahl (+14,1 Prozent) zum soliden Exportwachstum bei.

Die Steiermark konnte – mit einer Differenz von 2,95 Milliarden Euro zwischen den Einfuhren und den Ausfuhren – einen deutlichen Handelsbilanzüberschuss verbuchen. Betrachtet man ganz Österreich, so schafften dies nur fünf Bundesländer. Die meisten Importe, die in die Steiermark geliefert wurden, stammten – so wie schon in der Vergangenheit – aus Deutschland, gefolgt von Italien mit Einfuhren im Wert von 589 Millionen Euro, China mit 573 Millionen und der Tschechischen Republik mit 356 Millionen sowie dem Vereinigten Königreich mit 351 Millionen Euro.  

Das sagen die Vertreter der Wirtschaft:

Josef Herk, WKO-Steiermark-Präsident: „Ob großes oder kleines Unternehmen, der Blick über den Tellerrand des Binnenmarkts ist wichtig. Denn Wachstum und damit mehr Beschäftigung wird künftig nur mehr über den Export möglich sein.“

Barbara Eibinger-Miedl, Wirtschaftslandesrätin: „Die steirischen Unternehmen punkten auf ausländischen Märkten und haben wesentlich dazu beigetragen, dass wir 2018 erstmals die Marke von 500.000 unselbständig Beschäftigten im Jahresschnitt knackten.“

Jürgen Roth, ICS-Aufsichtsratsvorsitzender: „Mit dem ICS  steht den Exportunternehmen ein One-Stop-Shop zur Verfügung, der ihnen zudem Tür und Tor zu den weltweit mehr als 110 Stellen der AWO, der Außenwirtschaft Österreich, öffnet.“

Manfred Kainz, Obmann Außenhandel Steiermark: „Man sieht, dass hierzulande alle für die Wirtschaft relevanten Spieler zusammenarbeiten und in der Welt gemeinsam auftreten. Damit ist der Erfolg über Jahre hinweg gegeben.“WO, der Außenwirtschaft Österreich, öffnet."


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