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Deutschland: Der Weg zurück zum Wachstum

Jüngste Prognosen in unserem Nachbarland Deutschland zeigen, dass sich die Wirtschaft dort besser entwickelt als erwartet. Wir haben im Außenwirtschafts-Center Berlin  nachgefragt.

Brandenburger Tor
© Adobe Stock/jovannig, VogueSpot.at Mit der deutschen Wirtschaft könnte es bald wieder bergauf gehen.

„Deutschland ist nicht nur der mit Abstand wichtigste Handelspartner Österreichs, sondern ist auch im Tourismus, in Forschung und Innovation, bei Direktinvestitionen und im Wissenschaftsbereich wichtigster Partner“, weiß Michael Scherz, Wirtschaftsdelegierter in Berlin. Das macht unser Nachbarland in guten Zeiten zum Wirtschaftsmotor für die Steiermark, aber auch in schlechten Zeiten sitzen wir im selben Boot. So ist ein Blick auf die Entwicklungen jenseits der Grenze immer auch ein wichtiges Radar für die Entwicklung hierzulande. 

„Die Auswirkungen der Covid-19-Krise haben die deutsche Volkswirtschaft zunächst massiv getroffen“, berichtet Scherz. „Im zweiten Quartal 2020 ist das BIP um 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Damit ist es sogar schneller und deutlicher gefallen als in der Finanzkrise 2008/2009.“

Doch allmählich zeigen sich die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute wieder optimistisch. Für 2020 rechnet man zwar insgesamt noch mit einem Rückgang um etwa sechs Prozent, im dritten Quartal wird aber eine Erholung erwartet. „Einigkeit herrscht bei den Instituten darüber, dass die Wirtschaft im Jahr 2021 wieder wachsen wird“, so Scherz. 

Konjunkturerholung

„Das Münchner ifo-Institut geht von einem Plus von 6,4 Prozent aus, und das liegt weit über der Prognose der OECD, die der deutschen Wirtschaft ein Wachstum von nur 1,7 Prozent zutraute.“ Und auch die Industrie scheint sich rasch zu erholen: So stiegen die Bestellungen im Juni um 27,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat – auch dieser Wert liegt weit über zuvor erstellten Prognosen. „Die Auftragseingänge haben mittlerweile wieder ein Niveau von 90 Prozent der Bestellungen vor Ausbruch der Pandemie erreicht“, führt Scherz aus. Und: Waren am Höhepunkt der Krise noch 7,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit, so sind es aktuell 5,4 Millionen. 

Billionen für Wirtschaft

Um die angeschlagene Wirtschaft aufzufangen, hat die deutsche Bundesregierung tief in die Tasche gegriffen: So wurde Mitte April ein beispielloses, 1,2 Billionen Euro schweres Hilfsprogramm auf Schiene gebracht, was einem Drittel der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes entspricht. Gemessen am BIP ist dies das mit Abstand größte Hilfspaket weltweit. Doch nicht genug: Um das Hochfahren der Wirtschaft zu beschleunigen, beschloss man Ende Juni ein weiteres Konjunkturprogramm in der Höhe von 130 Milliarden Euro. „Ein Blick auf das Programm offenbart auch Chancen für österreichische Betriebe“, so Scherz.

So bestehe beispielsweise ein enormer Bedarf für den Netzausbau – von der Schiene über die Straße bis hin zu Glasfaser und Strom. Chancen bieten auch die – trotz Corona – boomende Baubranche, die Bereiche Nachhaltigkeit, Digitalisierung sowie Konsumgüter und die Nahrungsmittel- und Getränkebranche. Österreichische Firmen haben auch beste Voraussetzungen, um vom Trend der Rückholung von Produktionen nach Europa und Deutschland sowie von einer Regionalisierung der Lieferketten zu profitieren.

  • 6,57 Milliarden Euro betrug der Wert der Exporte aus der Steiermark nach Deutschland im Jahr 2017
  • 7,01 Milliarden Euro war der Wert der aus Deutschland in die Steiermark im Jahr 2019 gelieferten Waren.
  • 29,4 Prozent aller österreichischen Exporte gingen 2019 nach Deutschland.

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