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Der richtige Dreh am Energiesparknopf

Wärme zu erzeugen kostet Unternehmern viel Geld. Wie man sparen und den Fördertopf anzapfen kann, das weiß der Experte im WKO-Rechtsservice.

Temperaturregler für die Heizung und Geldscheine
© maho, stock.adobe.com Ein paar Grad weniger bei der Raumtemperatur bringt bares Geld.

Der größte Teil des betrieblichen Energieverbrauchs entfällt auf die Bereitstellung von Wärme für Produktionsprozesse und Gebäude. Wegen der zum Teil erheblichen Abwärmeströme in der Produktion und des oft gemeinsamen Wärmenetzes werden Raumwärme und Prozesswärme zusammen betrachtet. Peter Postl, Experte im WKO-Rechtsservice, hat einige Tipps auf Lager, wie man richtig Energie sparen kann: „Gute Wärmedämmung von Betriebsgebäuden, von Leitungen und Ventilen spart Energie und verbessert auch den Komfort durch die Vermeidung unnötiger Wärmelasten vor allem im Sommer.“ Heizungsanlagen sollten nicht überdimensioniert sein. Moderne Brennwertkessel erreichen den höchsten Wirkungsgrad schon unterhalb der Volllast. Mögliche Betriebserweiterungen sollten unbedingt bereits bei der Planung berücksichtigt werden. 

Heißwasser statt Dampf

Wichtig ist laut Postl auch die Suche nach einer Möglichkeit für eine Vorwärmung der Verbrennungsluft, „zum Beispiel durch die Nutzung warmer Abluft aus dem Betrieb oder durch Ansaugen der Luft aus dem Kesselhaus“. Heißwasser ist nach Meinung des Experten Dampf als Wärmeträger vorzuziehen, „weil Dampf als Medium für den Wärmetransport mit hohen Umwandlungsverlusten verbunden ist“. Auch mit Heißwasserheizungen können unter Druck Temperaturen bis zu 120 Grad erreicht werden. Prozesstemperaturen sollten kritisch geprüft werden und gegebenenfalls einzelne Prozesswärme-Verbraucher mit hohem Temperatur- oder Dampfdruckniveau vom allgemeinen Wärmenetz abgekoppelt werden. Sind bei einzelnen Prozessen besonders hohe Temperaturen erforderlich, dann kann eine Einzelbeheizung sinnvoll sein.

Bei Neuanschaffungen sollte auf eine gute Dämmung der wärmeführenden Anlagen und auf eine Deckelung warmer Prozessbäder (Abkühlung durch Verdampfung) geachtet werden. Geschlossene Fenster, sofern nicht für Lüftungszwecke erforderlich, und automatische Schnellschlusstore bei Halleneinfahrten sparen ebenfalls Energie. Stoßlüften von drei bis fünf Minuten ist die optimale Möglichkeit, die Luft ohne große Wärmeverluste auszutauschen.

Wichtige Infos, wie man zu Fördergeld kommt: Mit Stand 30. Oktober war der Fördertopf „Thermische Gebäudesanierung“ noch mit 18,7 Mio. Euro gefüllt. Es gibt also noch Bares für Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes von betrieblich genutzten Gebäuden, die älter als 20 Jahre sind. Achtung: Das Förderansuchen muss vor Baubeginn bzw. Liefertermin bei der KPC elektronisch gestellt werden. Alle Informationen: www.umweltfoerderung.at. Einreichen können alle Betriebe, sonstige unternehmerisch tätige Organisationen sowie Vereine. Die Förderung ist abhängig von der Sanierungsqualität und beträgt bis zu 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten.

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