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Der "neue" Ingenieur hilft in der Praxis

Der Ingenieur wurde nun  auf die Stufe des „Bachelors“ gehoben: Was das für die tägliche Praxis in den Ingenieurbüros heißt.

Die Aufwertung des Ingenieurstitels nützt den Ingenieurbüros vor allem bei der Gewichtung des Schlüsselpersonals.
© Fotolia/Sergey Nivens Die Aufwertung des Ingenieurstitels nützt den Ingenieurbüros vor allem bei der Gewichtung des Schlüsselpersonals.

Am 1. Mai ist das neue „Ingenieursgesetz“ in Kraft getreten: Wer sich künftig nach einschlägiger Ausbildung „Ingenieur“ nennen will, muss ein Zertifizierungsgespräch (siehe Infobox) absolvieren, steht dann aber auch auf der Stufe des „Bachelors“. Eine Aufwertung, die vor allem auch in den steirischen Ingenieurbüros mit Freude zur Kenntnis genommen wurde.
„Diese Aufwertung erleichtert uns das Leben enorm“, erklärt Bernd Sieber, stellvertretender Obmann der Fachgruppe Ingenieurbüros. „Die Personalbeurteilung in Österreich war bislang überhaupt nicht praxisbezogen“, erklärt Sieber. „Das hatte zur Folge, dass ein Ingenieur bei der in den meisten  Ausschreibungen geforderten Gewichtung des Schlüsselpersonals chancenlos gegenüber beispielsweise einem FH-Diplomingenieur war“, so der Experte.

Dabei war es völlig unerheblich, wieviel Berufserfahrung der betreffende Ingenieur hatte. „Wenn man etwa einen Ingenieur seit 20 Jahren im Betrieb hatte, war er natürlich bestens qualifizert und von der Erfahrung her einem FH-Absolventen, der gerade fertig geworden ist, überlegen“, erklärt Sieber. Dieses Problem sei mit der Neuregelung gelöst. „Wer in einem ersten Schritt formal die nötige einschlägige Berufserfahrung nachweisen kann, wird zum Fachgespräch mit einer sachverständigen Kommission zugelassen. Kann der Kandidat dort seine Fachkenntnis glaubhaft machen, darf es sich in der Folge Ingenieur nennen und wird dem Bachelor gleichgestellt“, erklärt Sieber. Den Link zur Zertifizerungsstelle mit allen Infos finden Sie hier.

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