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Demografie: Die Welt ist im Wandel

Überalterung oder zu viele junge Menschen? Wir haben uns nach den globalen Trends in der Bevölkerungsentwicklung erkundigt.

Weltkarte mit Porträts.
© Robert Kneschke, stock.adobe 703 Millionen Menschen auf der Welt sind über 65 Jahre alt. Und es werden noch mehr.

Die Österreicher werden immer älter und sie bekommen immer weniger  Kinder – ein Hauptgrund für den Fachkräftemangel. Damit folgt das Land einem weltweiten Trend. Denn die Anzahl der Menschen über 65 Jahren – das sind aktuell 703 Millionen – soll sich in den nächsten 30 Jahren mehr als verdoppeln, so die Prognose der Vereinten Nationen. Wenn es immer mehr alte Menschen und immer weniger Junge gibt, hat das natürlich Folgen: Es fehlt an Arbeitskräften. „Außerdem stellt sich die Frage, wie die Älteren mehr in die Gesellschaft integriert werden können und wie sie weiterhin ein aktiver Teil davon sein können“, so Thomas Krautzer vom Institut für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte der Universität Graz. „In einer modernen Gesellschaft gilt es, sich auch um das psychische Wohlbefinden zu kümmern.“

In Japan gibt es bereits jetzt viele alte Menschen und die Bevölkerungszahl schrumpft. Im Land mit den meisten 100-Jährigen finden Windeln für Erwachsene mittlerweile mehr Absatz als jene für Babies. Und dass Ideen für den Einsatz von Robotern in der Pflege aus Japan kommen, ist kein Zufall. Auch auf China kommt eine enorme Überalterung der Bevölkerung zu, verursacht durch die jahrzehntelang praktizierte Ein-Kind-Politik, die erst im Jahr 2015 ein Ende fand. 

In Europa kann man in Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung ein Ost-West-Gefälle beobachten. In manchen Regionen im Osten werden der Bevölkerungsrückgang und die Überalterung noch verstärkt durch Abwanderung. So etwa in Rumänien: Viele Junge arbeiten im Ausland, während die Alten und die Kinder zurückbleiben. Jung ist im Gegensatz dazu die Bevölkerung in Frankreich. Das Land hat eine der höchsten Geburtenraten im westlichen Europa und es gibt eine starke Zuwanderung.

Migration gegen Altern

Zuwanderung ist es auch, die das Altern der Gesellschaft zu einem gewissen Grad abfedert. „Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung in Europa genauso wie in Nordamerika und Australien schrumpfen“, so Markus Hadler vom Institut für Soziologie an der Universtiät Graz

Es gibt aber auch im Jahr 2020 nach wie vor Länder mit einer hohen Geburtenrate und schlechter medizinischer Versorgung, sodass viele Menschen kein hohes Alter erreichen. Dass es viele junge Menschen gibt, geht oft mit einer hohen Jugendarbeitslosigkeit einher. „Und wenn der Staat der Vielzahl an jungen Menschen keine Entwicklungsmöglichkeiten geben kann, dann gibt es einen großen Auswanderungsdruck“, so Krautzer. So ist es in manchen Ländern Afrikas, Mittelasiens oder auch in Pakistan und Afghanistan.

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