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Dem Coronatief folgt in der Grünen Mark ein Gästehoch

Corona macht dem weiß-grünen Sommertourismus schwer zu schaffen. Auch wenn die Zahlen ein Tief beschreiben, ein Gästehoch schürt Hoffnungen.

Mann auf Liegestuhl vor Bergsee
© Steiermark Tourismus, Polansky Steiermarkurlaub: Kristallklare Seen und erstklassige Gastlichkeit garantieren mit Abstand Erholung pur.

Steiermark-Tourismus hat eine erste Bilanz gezogen, die jeden Kommentar überflüssig macht. 302.600 Gästeankünfte von Mai bis Juni ergeben ein Minus von 59,3 Prozent (minus 440.800 Gäste), bei den Nächtigungen liegt die grüne Mark mit 874.900 Personen um 56,1 Prozent hinter dem Vorjahr. 

Auch wenn die Zahlen eine deutliche Sprache sprechen, die Lage ist längst nicht aussichtslos, wie ein Rundruf der „Steirischen Wirtschaft“ zeigt. Die Steiermark steht bei den Gästen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz hoch im Kurs, vorsichtigen Prognosen folgend, könnte die Saison wirtschaftlich sogar noch gerettet werden, weil Juli und August richtige Frequenzbringer sind. Das kann auch Mathias Schattleitner, GF Schladming-Dachstein, nur bestätigen: „Wir sind mit der Auslastung in der Region sehr zufrieden, obwohl wir natürlich hinter den Vorjahresergebnissen nachhinken. Deutlich spürbar ist, dass mehr Tagesgäste kommen. Unsere Gäste nehmen die Sicherheitsstandards gut an, wir sind alle sehr vorsichtig.“

Gäste trotz Coronakrise

Mit einer großen Portion (ernstzunehmendem) Humor begegnet Claudia Flatscher, GF Region Hochsteiermark, dem ungeliebten Virus: „Jeder Gast bekommt bei der Ankunft ein Her­zerlpackerl mit allen Infos über die Sicherheitsvorschriften und einer Smilie-Maske. Zusätzlich gibt es einen Wanderstock, mit dem man die Sicherheitsabstände auf allen (Wander-)Wegen nachmessen kann.“ Flatscher spricht von einem regelrechten Run auf die Region, „wenn der Herbst nur annähernd so wird, dann bilanzieren wir positiv“.

Das erhofft sich auch Mario Gruber, Geschäftsführer im Thermenland: „Im Juli haben wir die Talsohle mit einem Nächtigungsplus durchschritten, auch im August ist die Region ausgesprochen gut gebucht. Natürlich fehlen Seminar- und Busgäste, auch Events wie Hochzeiten, aber die Situation ist viel besser als erwartet.“ Das kann auch Pamela Binder nur bestätigen, die das Ausseerland/Salzkammergut mitten im Lockdown als Geschäftsführerin übernommen hat: „Im Juli knüpfen wir an die Superzahlen von 2019 ohne Abschlag an. Das Ergebnis bestätigt nur unsere Strategie aus der Vergangenheit, auf den guten heimischen Gast zu setzen, der seine Sehnsucht nach Natur und Wasser bei uns stillen kann. Wir sind bestens gebucht.“

Davon kann Dieter Hardt-Strehmayr als touristisch Verantwortlicher in Graz nur träumen: „Wenn internationale Gäste ausbleiben, die im August drei Viertel aller Besucher stellen, dann können dieses Minus auch die Österreicher nicht wettmachen. Aber wir punkten mit Events wie ,La Strada‘ oder dem ,Foodfestival‘ und hoffen...“   

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