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Das Tor zur Welt für heimische Exporte

34 Prozent des österreichischen Außenhandels über Seehäfen wird über Koper verschifft. Der slowenische Hafen baut seine Führungsrolle stetig aus.

Hafen Koper
© patrikslezak, stock.adobe.com Der Hafen von Koper ist wichtigster Überseehafen für Österreichs Exportwirtschaft.

Auch wenn Österreich nicht am Meer liegt, werden Seehäfen für die heimische Wirtschaft immer wichtiger. Innerhalb von zehn Jahren hat sich der Handel hier nämlich mehr als verdreifacht. Im Jahr 2017 wurden Waren mit einem Gesamtgewicht von mehr als neun Millionen Tonnen über europäische Seehäfen aus Österreich exportiert und 12,2 Millionen Tonnen Waren importiert, so die Seehafenbilanz der Zeitschrift „Verkehr“. Der Hafen Koper entwickelte sich dabei zum wichtigsten Dreh- und Angelpunkt für den heimischen Überseehandel, etwa in den Nahen und Mittleren Osten sowie nach Asien. „Und seine Bedeutung wird noch weiter wachsen“, so Peter Hasslacher, der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Laibach. Mit einem Anteil von 34 Prozent am österreichischen Export über europäische Seehäfen beziehungsweise mehr als 7,1 Millionen Tonnen verschiffter Waren 2017 ist der Hafen Koper absoluter Spitzenreiter. Weit dahinter: Rotterdam (3,6 Mio. t) und Antwerpen (3,5 Mio. t).

Eng mit dem Hafen in Verbindung steht das Cargo Center Graz (CCG). „Dass Koper zum wichtigsten Hafen für die österreichische Wirtschaft geworden ist, dazu haben auch die täglichen Contai­nerzüge zwischen dem Cargo Center und dem Hafen beigetragen“, so Geschäftsführer Franz Glanz. „Wir kooperieren eng mit dem Hafen Koper und wollen die Zusammenarbeit in beidseitigem Einverständnis noch weiter ausbauen.“

Ausbau der Infrastruktur notwendig

Wie die Erfolgsgeschichte weitergeht, hängt noch von ein paar wesentlichen Faktoren ab: etwa vom raschen Ausbau der Strecke Koper-Divača. „Die Finanzierung soll bereits stehen, weitere Details sollen nach der Formierung einer neuen slowenischen Regierung folgen“, berichtet der Wirtschaftsdelegierte Hasslacher. Wichtig sei zudem der Bau eines dritten Piers sowie zusätzlicher Lagerkapazitäten. Und auch Glanz sieht noch infrastrukturelle Schwachstellen, so eine Gewichtsbeschränkung auf einer wichtigen Brücke in Maribor und auf österreichischer Seite sei der zweigleisige Ausbau punktuell noch nicht gesichert. Wie wichtig Infrastruktur für die Wirtschaft ist, wird am Beispiel des Predinger Sägewerks (Hasslacher-Gruppe) deutlich: 30 Millionen Euro werden in den Betrieb investiert, und das nicht zuletzt wegen der direkten Anbindung an die Koralmbahn, die bis 2025 in Vollbetrieb geht. Schon jetzt gehen 73 Prozent der Produktion in den Export. Sechs Prozent davon werden über Koper verschifft.

Weitere Infos bei Peter Hasslacher, laibach@wko.at bzw. www.ic-steiermark.at

Von Petra Mravlak

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