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Das Handwerk von morgen

Von Cobots bis zum 3D-Druck: Der Forscher Peter Wippermann hat untersucht, welche Trends das Handwerk prägen werden.

Roboter und Mensch bei der Arbeit.
© ipopba@stock.adobe.com Der Einsatz von kollaborierenden Robotern verändert Arbeitsprozesse im Handwerk.

Von Blockchains über künstliche Intelligenz bis zu Co-Working-Spaces: Wie moderne Technologien, Digitalisierung und gesellschaftliche Veränderungen das Handwerk in den nächsten Jahren verändern werden, hat der deutsche Trendforscher Peter Wippermann untersucht. Das Ergebnis ist eine „Trendmap Handwerk“, das die Zukunftsentwicklungen bis 2025 beschreibt.
„Ziel der Karte ist es, Handwerkern Orientierung zu geben, welche Trends für ihren Betrieb besonders wichtig sein werden“, sagt Wippermann. Denn die Relevanz der Entwicklungen sei in hohem Maß branchenabhängig, sagt der Experte: „Ein Dachdecker hat ganz andere betriebliche Erfordernisse als etwa ein Friseur.“ Dementsprechend hat der Forscher die Zukunftstrends in vier Schwerpunkte untergliedert: Automation, Networking, Marketing und Engagement.

Einsatz von Cobots

Im Bereich Automation sieht Wippermann eine Fülle an Trends auf die Handwerksbetriebe zukommen – von künstlicher Intelligenz, Mixed Reality und Zero User Interface bis zu Smart Speaker, Roboter und dem Internet der Dinge. „Schon 2022 könnten Cobots in einigen Betrieben das Handwerk unterstützen“, ist der Trendforscher überzeugt. Diese Roboter sind auf die Zusammenarbeit mit Menschen spezialisiert und können dem Mitarbeiter direkt assistieren – anders als Industrieroboter, die in abgetrennten Bereichen ihre Arbeit verrichen. „Feinfühlige Sensoren schützen Menschen vor Verletzungen, daher müssen diese Roboter nicht länger in Käfigen arbeiten.“

Der Vorteil daran: Handwerker brauchen beim Einsatz von Cobots keine Programmierkenntnisse. „Cobots lernen selbständig und können das Fachpersonal entlasten“, so Wippermann. Einsatzgebiete sind etwa das Zureichen von Bauteilen in der Montage.
Schon heute nutzen Tischlereien individuell programmierte Cobots. „Das Stapeln von Holzwerkstoffpaletten mit Vakuumtechnik oder das Palettieren verschiedener Platten können so automatisiert werden“, so der Experte.

Neue Möglichkeiten durch 3-D-Druck

Viel Zukunftspotenzial sieht der Trendforscher auch in den Möglichkeiten, die der 3-D-Druck bietet. Das computergesteuerten Fertigungsverfahren eignet sich für Prototypen, Einzel- und Kleinserienfertigungen. „Im Handwerk werden die digitalen Arbeitsabläufe die Effizienz steigern und Angebote ermöglichen, die vorher nicht wirtschaftlich waren“, sagt Wippermann. Branchen, die heute schon auf den 3-D-Druck setzen sind Hörakustik, Zahntechnik und Orthopädie. Bis 2020 sollen bereits 30 Prozent der medizinischen Implantate aus dem 3-D-Drucker stammen. „Auch in den Bereichen Schmuckdesign, Mode und Produktdesign werden neue Gestaltungsformen entwickelt, die ohne 3-D-Druck nicht machbar sind“, so der Trendforscher.

Doch nicht nur technologische, auch gesellschaftliche Veränderungen hat der Forscher unter die Lupe genommen: „Wegen des Fachkräftemangels sind die Mitarbeiter das wertvollste Gut.“ Die Balance zwischen Arbeit und Freizeit werde immer wichtiger. „Dazu müssen die Unternehmen passende Angebote machen.“

Trendmap Handwerk
© Trendbüro/Wippermann Die Trendmap Handwerk

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