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Das Geschäft mit der Erlagscheinwerbung

Auch wenn der Zahlungsverkehr via Papier immer seltener wird, machen Betrüger mit Erlagscheinwerbung nach wie vor sehr gute „Geschäfte“.

Auch wenn Unternehmer schon eindringlich gewarnt wurden, machen Betrüger mit Erlagscheinwerbung noch immer reiche Beute.
© Wodicka/aon.at Auch wenn Unternehmer schon eindringlich gewarnt wurden, machen Betrüger mit Erlagscheinwerbung noch immer reiche Beute.

Nach wie vor sieht sich Cornelia Schöllauf, Expertin im WKO-Rechtsservice, mit Beschwerden  von Mitgliedern konfrontiert, die für eine sogenannte „Erlagscheinwerbung“ tief in die Tasche greifen mussten: „Diese Werbemethode, basiert darauf, dass vorwiegend für Eintragungen in Branchen-, Telefon- oder ähnliche Register bzw. für entgeltliche Inserate Erlagscheine, Rechnungen, Korrekturabzüge oder ähnliches ins Haus flattern. Dabei wird der Eindruck erweckt, es handle sich um eine Pflichteinschaltung in ein amtliches Register oder ein Inseratengeschäft, für das längst ein Vertrag abgeschlossen wurde.“

Tatsächlich wird aber erst mit der Überweisung oder der unterschriebenen Rücksendung eines Formulars der „Vertrag“ abgeschlossen. Und darauf wird, kritisiert Schöllauf, nur im Kleingedruckten hingewiesen, zusätzlich ist der Sachverhalt meist sehr missverständlich formuliert. „Verträge“, die so zustande gekommen sind, gelten im Regelfall gleich für mehrere Jahre und müssen auch fristgerecht gekündigt werden, wenn eine Vertragsverlängerung“ nicht gewollt ist. Was tun, fragen sich (nicht nur) Betroffene. Schöllauf: „Zivilrechtlich können solche Verträge wegen Irrtums angefochten und auch das Geld zurückgefordert werden. Ist noch kein Geld geflossen, dann kann einer allfälligen Klage die Irrtumseinwendung (arglistige Täuschung)   entgegengehalten werden.“

Die wichtigsten Tipps der Expertin

  • Nichts unterschreiben oder zur Einzahlung bringen, was nicht eindeutig zugeordnet werden kann.
  • Unbekannte Werbe- oder Eintragungsangebote grundsätzlich kritisch überprüfen, auch wenn mit karitativen Einrichtungen oder im öffentlichen Interesse geworben oder eine Verbindung zu diesen hergestellt wird.
  • Die einzige verpflichtende Einschaltung besteht für Unternehmen, die im Firmenbuch eingetragen sind, oder solche im Amtsblatt zur Wiener Zeitung! Diese schreibt die Gebühr aber selbst vor.
  • Für Unternehmen, die nicht im Firmenbuch eingetragen sind, gibt es im Allgemeinen keine entgeltlichen Pflichteintragungen in Zeitungen. Es gibt auch keine Eintragungsgebühren mehr für die Gewerbeanmeldung.
  • Dienstnehmer laufend anweisen, keine Überweisungen oder Unterschriften zu tätigen, wenn Geschäftsfälle nicht eindeutig zugeordnet werden können.
  • Wenn Zweifel bestehen, ob Eintragungen oder Zahlungsaufforderungen gerechtfertigt sind, die Experten in der WKO kontaktieren. 

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