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"Das Beste aus zwei Welten"

Klaus Candussi, Chef von Atempo, gewährt Einblicke ins „Social Business“: Warum das Unternehmen Geld riskiert, um die soziale Mission zu erfüllen.

Klaus Candussi
© Foto Fischer Sozialbetriebe muss man wirtschaftlich führen, so Klaus Candussi.
Soziales und Wirtschaft müssen kein Widerspruch sein – im Gegenteil: „Man muss auch einen Sozialbetrieb wirtschaftlich führen“, ist Atempo-Chef Klaus Candussi überzeugt: „Wir holen das Beste aus zwei Welten.“ Als eines der führenden und mehrfach ausgezeichneten Sozialunternehmen Österreichs hat der Firmengründer mit Co-Geschäftsführerin Walburga Fröhlich in den 20 Jahren seit der Gründung eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie man soziale Ideen mit unternehmerischem Handeln nachhaltig verknüpft.

Inklusive Gesellschaft als Vision


Die Vision dahinter ist eine inklusive Gesellschaft, an der alle gleichberechtigt teilhaben können. Doch der Weg dahin ist für Menschen mit Behinderung oder Lernschwierigkeiten oft steinig. Hier setzt Atempo an – und entwickelt Produkte in den Bereichen Bildung, Integration in den Arbeitsmarkt und Barrierefreiheit. Das reicht von der gezielten Vorbereitung auf das Berufsleben mittels Computerkursen bis zum inklusiven Restaurant am Grazer Standort, wo Menschen mit und ohne Behindertung in Service und Küche zusammenarbeiten.

Darüber hinaus wurde im deutschsprachigen Raum ein Social-Franchise-System auf die Beine gestellt, das sich mit der Evaluation von sozialen Dienstleistungen befasst. „Insgesamt sind rund 700 Köpfe über unser Netzwerk beschäftigt“, zieht Candussi eine erfolgreiche Bilanz.

Allein in Graz werden rund 80 Mitarbeiter gezählt, rund ein Viertel davon sind Personen mit Beeinträchtigung. „Wir nutzen das besondere Know-How, diese Menschen sind Experten in ihrem Bereich.“ So werden etwa schwierige Texte in eine einfache allgemein verständliche Sprache übersetzt – neuerdings auch mit Unterstützung einer App. Derzeit tüftelt man an einem Tool mit künstlicher Intelligenz, das Texte automatisiert vereinfachen soll. „Hier haben wir Venture Capital aufgetrieben, damit gesellschaftlich Sinnvolles entstehen kann“, sagt Candussi, der das Unternehmen als „Start-up mit Vergangenheit“ beschreibt.

Gerade Menschen mit Beeinträchtigungen könnten die Chancen der Digitalisierung gut nutzen, ist er überzeugt. Mehr als 100 Menschen konnten bisher erfolgreich in den Jobmarkt vermittelt werden, resümiert der Firmenchef.

Hinter dem Verein steht eine gemeinnützige GmbH sowie eine For-profit-GmbH. „Wir leben das Social business das ganze Jahr über. Wir verdienen Geld mit sozialer Dienstleistung, doch unterm Strich muss die Gesamtbilanz mit nachhaltigen Ergebnissen passen“, schließt Candussi. 

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