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Damit Jobluft um die Nase wehen kann

Jetzt drängen sie wieder in die Betriebe, die Schnupperlehrlinge. Wie sie versichert sind und was zu beachten ist, darüber informiert der Experte.


Junge Frau lässt sich Arbeitsweise am Computer erklären.
© Picture Factory/Fotolia Ein paar Stunden in den Job hineinschnuppern kann eine wichtige Entscheidungshilfe sein.

Bei der Schnupperlehre muss man zwei Varianten unterscheiden: während und außerhalb der Unterrichtszeit. Bei (sogenannten) berufspraktischen Tagen als Schulveranstaltung sind die Schüler in gleicher Weise kranken- und unfallversichert wie beim Unterricht im Klassenzimmer oder auf Exkursion. 

Schnupperlehre ist zeitlich begrenzt

Kirsten Fichtner-Koele, Expertin im WKO-Rechtsservice: „Der Betriebsinhaber muss keine Meldung bei der AUVA erstatten und keinen Beitrag leisten.“ Die Schnupperlehre während der Unterrichtszeit kann an bis zu fünf Tagen pro Unterrichtsjahr erfolgen, wenn es sich um Schüler ab der achten Schulstufe handelt.

Schnupperlehre außerhalb der Unterrichtszeit: Diese individuelle Berufsorientierung, zum Beispiel nach dem täglichen Unterricht oder während der Ferien, ist nur bei Schülern im oder nach dem achten Schuljahr möglich. Fichtner-Koele: „Voraussetzung dafür ist, dass die Zustimmung des Erziehungsberechtigten vorliegt. Der Betriebsinhaber muss auch hier keine Meldung bei der AUVA erstatten und keinen Beitrag leisten. Die Schnupperlehre darf höchstens 15 Tage pro Betrieb und Kalenderjahr umfassen.“

Rahmenbedingungen einer Schnupperlehre

Durch Zuschauen, Fragenstellen und Ausprobieren einfacher, ungefährlicher Tätigkeiten soll ein interessierter Jugendlicher seinen Wunschberuf praxisbezogen kennenlernen. Auch wenn daran strenge Bedingungen geknüpft sind. So macht Fichtner-Koele darauf aufmerksam, dass den Jugendlichen keine Arbeitspflicht trifft, „er hat aber im Gegenzug keinen Anspruch auf Entgelt“. Die Expertin weist infolge darauf hin, dass die jugendlichen Schnupperlehrlinge unter keinen Umständen in die betriebliche Organisation eingegliedert werden dürfen, „da in diesem Fall ein Arbeitsverhältnis mit allen arbeits- und sozialrechtlichen Konsequenzen begründet wird: Anmeldung bei der Krankenkasse, Entgeltzahlungspflicht, Anwendung des Kollektivvertrages und weitere Verpflichtungen.“ 

Jugendliche haben keine Arbeitspflicht 

Der Jugendliche darf zu keiner Arbeit verpflichtet werden und unterliegt keinen Weisungen des Betriebsinhabers. Fichtner-Koeler: „Ausnahmen dabei sind nur jugendschutzrechtliche Bestimmungen, Bestimmungen des Arbeitnehmerschutzes und arbeitshygienische Vorschriften, da kann der Chef durchaus Weisungen erteilen.“

Sollte der Jugendliche einzelne Handgriffe ausprobieren dürfen, ist dabei auf die körperliche und geistige Reife Bedacht zu nehmen. Ganz wichtig ist der Hinweis, dass Jugendliche, die keine Schüler mehr sind, eine Schnupperlehre nicht absolvieren können.

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