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Corona als Stresstest für Chefinnen

Jede zweite Unternehmerin musste ihren Betrieb im Lockdown schließen. Dazu enthüllt eine aktuelle Umfrage für viele eine Mehrbelastung durch Kinderbetreuung und Haushalt.

Gabriele Lechner im Gespräch
© Marija Kanizaj Gabriele Lechner: „Corona hat uns die Mängel in der Kinderbetreuung drastisch vor Augen geführt.“

Die Corona-Krise hat auch die steirischen Unternehmerinnen vor eine Mammutaufgabe gestellt: Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen im Betrieb – jede zweite Unternehmerin musste ihren Betrieb in der Corona-Krise vorübergehend schließen – hatten die weiß-grünen Chefinnen Mehrbelastungen durch zusätzliche Kinderbetreuung und Hausarbeit zu schultern. Das geht aus einer Umfrage des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung hervor, im Zuge dessen 1.286 Unternehmerinnen befragt wurden.

Konkret gaben 84 Prozent der Befragten an, von der Corona-Krise persönlich negativ betroffen zu sein. Bei 43 Prozent gingen die Betriebsschließungen Hand in Hand mit massiven Existenzängsten. Dazu kam noch die Zusatzbelastung durch Homeschooling, Kochen und Putzen: 59 Prozent der Unternehmerinnen mit Kindern schätzten diese Zeit als (sehr) herausfordernd ein. Denn für 41 Prozent fehlten dadurch die zeitlichen Ressourcen für den unternehmerischen Alltag. Auch wenn immerhin 61 Prozent der Unternehmerinnen die zusätzliche Hausarbeit partnerschaftlich aufgeteilt hat, waren die Herausforderungen während des Lockdowns enorm.

Mehrbelastung für Frauen

„Corona hat uns die Mängel in der Kinderbetreuung und die Folgen für Frauen noch einmal drastisch aufgezeigt“, so Gabriele Lechner, Vizepräsidentin der WKO Steiermark und Landesvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“. Sie plädiert daher  für Planungssicherheit und ausreichend Betreuungsmöglichkeiten im Sommer. Zudem begrüßt Lechner den jüngsten Vorstoß der steirischen Sozialpartner: „In zumindest  sechs von neun Wochen sollte an allen Schulen Betreuung für Kinder unter 14 Jahren angeboten werden.“ Weiters fordert sie eine Steigerung der Betreuungsquote auch bei den unter Dreijährigen. Vor allem im ländlichen Raum gebe es hier Aufholbedarf.

Außerdem soll eine eigene Akademie für Unternehmerinnen ins Leben gerufen, die betriebswirtschaftliches Know-how vermitteln soll. Jedes dritte Unternehmen in der Steiermark ist in weiblicher Hand, exakt werden 29.206 Betriebe von Frauen geführt.

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