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Der Christbaum muss ein Steirer sein

Kratzbürstige Gäste haben in den steirischen Wohnzimmern bald Hochsaison: Rund 350.000 heimische Christbäume werden in der Adventzeit verkauft, die Nachfrage nach regionalen Bäumen ist ungebrochen hoch.

Für die Steirer ist der heimische Christbaum die erste Wahl.
© ©Herby Meseritsch - Fotolia Heimische Christbäume sind bei den Steirern besonders beliebt.

In ungefähr zwei Wochen steht er wieder geschmückt und hell erleuchtet in den heimischen Wohnzimmern und lässt Kinderaugen strahlen: der Christbaum. Und dieser ist in den meisten Fällen ein waschechter Steirer, denn rund 88 Prozent der 350.000 verkauften Nadelbäume pro Saison kommen aus der grünen Mark. Bundesweit werden übrigens 2,6 Millionen Bäume verkauft. 

Für die heimischen Christbaumhändler heißt es darum Ärmel hochkrempeln, denn die Hochsaison beginnt jetzt richtig. Obwohl es Jahr für Jahr neue Christbaum-Trends gibt, sind die Steirer in einer Sache sehr traditionell: Rund 71 stellen einen natürlichen Tannenbaum auf und verzichten dabei auf die wiederverwendbaren Plastikbäumchen. Dabei wird vor allem wieder viel Wert auf regionale Qualität gelegt, denn rund 50 Prozent kaufen ihren Baum direkt beim Christbaumerzeuger. Zwischen 2013 und 2016 ist der Anteil dieser Käufer von 29 Prozent auf satte 50 Prozent gestiegen. „Immer mehr Steirer genießen in der vorweihnachtlichen Hektik den gemütlichen Christbaumeinkauf direkt beim Bauern“, unterstreicht auch Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher diesen „Weihnachtstrend“, auf den immer mehr heimische Erzeuger aufspringen. 

Stichwort Trend: Im Christbaum-Business ist derzeit die Nachfrage nach einem ganz bestimmt geformten Baum groß: Der „Raumwunderbaum“, ein schma­ler Nadelbaum für Räume mit wenig Platz, wird immer beliebter. Der ewige Klassiker unter den Christbäumen ist und bleibt aber die Nordmanntanne: Mit dicken, grünen Nadeln, angenehmem Duft und einer durchschnittlichen Höhe von 1,70 Metern ist sie die beliebteste Wahl. Das kann auch Florian Posch von Poschbaum in Strallegg bestätigen: „Die Nachfrage nach dem klassischen Christbaum ist jedes Jahr sehr groß.“ 

Sandra Fröhlich von der „Fröhlich Tree GmbH“ in Passail berichtet unterdessen von einem weiteren „Weihnachtsbaum-Trend“ der letzten Jahre: „Neu ist, dass immer mehr Leute nach besonders hohen Bäumen fragen“, berichtet die Händlerin und verweist auf die Raumhöhe der modernen Neubauten, in denen oftmals ein Christbaum mit einer Höhe von zwei bis drei Metern zum Einsatz kommt. 

Dass die Steirer auch beim Baumkauf echte Patrioten sind, zeigt sich an der Nachfrage nach heimischen Bäumen: 94 Prozent wünschen sich einen Baum aus der weiß-grünen Mark und 84 Prozent informieren sich deshalb auch direkt beim Händler über die genaue Herkunft der Tannen. Das bestätigt auch Martina Lien­hart, Obfrau der steirischen Christbaumbauern: „Die Herkunft der Bäume wird den Kunden von Jahr zu Jahr wichtiger. Die Steirer sind Christbaumpatrioten, daher sind die heimischen Christbäume ununterbrochen beliebt.“ 

Statement:

Sandra Fröhlich, Fröhlich Tree: "Unser Geschäft startet schon früh vor Weihnachten – erst jetzt beginnt der Verkauf am Stand."

Von Sarah Gritsch

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