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Chilenischer Markt punktet mit Stabilität

Als zweiten Teil unserer Serie zum ICS-Fokusprogramm rund um die Staaten der Pazifik-Allianz präsentieren wir Ihnen Chile.

Atacama Wüste
© Aleksei Potov, stock.adobe Die chilenische Atacama-Wüste ist nicht nur ein Naturwunder, in ihr schlummert auch eine Vielzahl an Bodenschätzen.

Es ist das perfekte Einstiegsland für österreichische Unternehmen, um in Südamerika Fuß zu fassen: Chile. „Die Wirtschaftspolitik hier ist stark marktwirtschaftlich orientiert, der Großteil aller Sektoren ist liberalisiert und privatisiert. Und es ist jenes Land in Südamerika mit den ‚europäischsten‘ Marktverhältnissen“, weiß Wolfgang Köstinger vom Außenwirtschafts-Center in Santiago. „Das Land verfügt über einen gesunden Finanzmarkt und ist politisch stabil. Dies wurde auch in den A-Ratings der wichtigsten internationalen Rating-Agenturen bestätigt“, führt Köstinger weiter aus. 

Generell könne man von weiterem Wachstum ausgehen. Und so ist Chile in Südamerika – nach Brasilien – schon jetzt der zweitwichtigste Markt für den rot-weißen Außenhandel. Die Exporte aus Österreich legten 2017 nämlich auf 183 Millionen Euro zu. 

Die wichtigsten Exportgüter waren dabei Energydrinks, Wechselstromgeneratoren, Holzfaserplatten und feuerfeste Bauteile. Kräftige Steigerungen gab es bei den Exporten von Arzneiwaren, Maschinen für die Papier- und Kunststoffindustrie, Förderbändern, Lastkraftwagen und Spezialfahrzeugen. Rund die Hälfte der Exporteinnahmen Chiles macht übrigens die Ausfuhr von Rohstoffen wie beispielsweise Kupfer aus. So korreliert das Wirtschaftswachstum stark mit der internationalen Nachfrage in diesem Bereich. Hemmnisse der Wettbewerbsfähigkeit in Chile sind die geringe Produktivität sowie ein inadäquates Ausbildungs- und Gesundheitssystem.

Wie heimische Firmen ihre Chancen nutzen

Chile gehört zu den offensten und marktliberalsten Volkswirtschaften weltweit. Heimische Unternehmen sind vor Ort aktiv. Mehr als 50 Niederlassungen österreichischer Firmen gibt es bereits in Chile. Neben dem Bergbau bestehen sowohl in der klassischen Bauwirtschaft als auch im Infrastrukturbereich, im Industrieanlagenbau und in der Forstwirtschaft gute Geschäftschancen. Eine besondere Rolle spielen dabei auch Ingenieur- und Planungsleistungen. 

Eine der größten Baustellen eines österreichischen Unternehmens in Südamerika ist aktuell ein Tunnelbauprojekt der Strabag für das Wasserkraftwerk Alto Maipo in Chile, mit mehr als 5.000 Beschäftigten. Seit 30 Jahren in Chile aktiv ist auch der steirische Bäckereimaschinen-Produzent König. „In Chile wird traditionell viel Brot gegessen“, erzählt Walter Libal, Verkaufsmanager für Lateinamerika. „Zudem ist der Automatisierungsbedarf in Chile noch hoch im Vergleich zu Europa, wo der Markt bereits gesättigt ist.“ Österreichische Mitarbeiter vor Ort gibt es nicht, so wird seit 25 Jahren mit einem Kooperationspartner zusammengearbeitet, der das Unternehmen in Service und Vertrieb unterstützt.

Von Petra Mravlak

ICS Schwerpunktprogramm Mexiko, Kolumbien, Peru und Chile 

Alle Infos im Web unter: www.ic-steiermark.at
Kontakt alexandra.neugebauer@ic-steiermark.at



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