th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Chemische Stoffe registrieren lassen

Ende Mai endet die Frist für die verpflichtende Registrierung chemischer Stoffe auf europäischer Ebene. Was das bedeutet?

Der Schreck kann groß sein, wird die Registrierung chemischer Stoffe versäumt.
© Dada Lin, Fotolia Der Schreck kann groß sein, wird die Registrierung chemischer Stoffe versäumt.

Seit 1. Juni 2007 gilt sie bereits, die Chemikalienverordnung „Reach“ (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals) der Europäischen Union. Sie sieht vor, dass jeder, der chemische Stoffe in der EU herstellt oder importiert, diese bei der Europäischen Chemikalienagentur Echa registrieren lassen muss. Die Frist dafür endet am 31. Mai. 

Nach diesem Stichtag dürfen  unregistrierte Chemikalien innerhalb der EU nicht mehr verwendet werden. Die Registrierungspflicht gilt für Mengen ab einer Tonne pro Jahr. Bei Nichteinhaltung drohen saftige Strafen. 

Betroffen sind laut Peter Postl, Experte im WKO-Rechtsservice nicht nur klassische Chemikalien, sondern auch Kühl- und Lösungsmittel, Aromastoffe, ätherische Öle, Pigmente, Enzyme und vieles mehr – zum Beispiel auch „Stoffe in Gemischen und Erzeugnissen, wenn sie bei der Verwendung frei gesetzt werden“. 

Experten gehen von rund 30.000 registrierungspflichtigen Chemikalien in Österreich aus. Laut Postl ist bisher aber erst die Hälfte davon registriert. Er warnt davor, dass ab Juni ganze Wertschöpfungsketten zum Erliegen kommen könnten: „Von einem Tag auf den anderen kann das hunderte Unternehmen treffen, denn nicht jeder Rohstoff ist so ganz einfach ersetzbar. Eine Prozess­umstellung kann Monate oder gar Jahre dauern und ist meist mit hohen Kosten verbunden.“ 

Jetzt rasch handeln

Die Zeit drängt auch deshalb, weil die Registrierung von chemischen Stoffen gebührenpflichtig und damit zeitaufwendig ist. Postl rät daher allen Unternehmern, die chemische Rohstoffe verwenden oder importieren und diese noch nicht registriert haben, sich rasch mit den Lieferanten an einen Tisch zu setzen, um die technischen Details für den Registrierungsprozess zu bekommen. „Es gibt auch die Möglichkeit einer gemeinsamen Registrierung mit anderen Unternehmen, was Kosten und Aufwand deutlich senken kann.“ Die „Echa“ hat alle bereits registrierten Stoffe in einer Datenbank gesammelt: www.echa.europa.eu.

Mehr Infos: www.wko.at/reach


Das könnte Sie auch interessieren

Justitia

Business und Umwelt unter einem Hut

Projektwerber werden künftig bei UVP-Verfahren von einem  Standortanwalt unterstützt, der direkt in der WKO Steiermark angesiedelt ist. mehr

Feuerwehrmannschaft

Wer Hilfseinsätze künftig bezahlen wird

Mitarbeiter, die während der Arbeit zu Notfällen ausrücken, haben künftig Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Jetzt steht fest, wer das bezahlen wird. mehr