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Neue Chancen in Lateinamerika

Die Länder Lateinamerikas befinden sich politisch und wirtschaftlich in einer Umbruchphase – eine gute Gelegenheit für einen Markteintritt oder um zu investieren.

Länder Lateinamerikas
© sakura - stock.adobe.com Die Länder Lateinamerikas bilden einen riesigen Markt.

Ein Reichtum an Ressourcen, riesige Agrarflächen, der anstehende Ausbau der Infrastruktur und erneuerbarer Energien sowie zunehmende Technologisierung – Länder Lateinamerikas wie etwa Mexiko, Agentinien, Kolumbien, Chile und Brasilien haben viel zu bieten und in den kommenden Jahren auch viel vor. 

Für ausländische Unternehmen und Investoren ist das eine einmalige Chance, die es zu nutzen gilt. Deshalb hat das ICS 2018 diese Region in den Fokus gerückt. In der WKO Steiermark fand nun der erste Lateinamerika-Tag statt, bei dem steirische Unternehmen von Experten und Praktikern alles über die unterschiedlichen Chancen und Möglichkeiten in den einzelnen Ländern erfuhren.

Chile, Brasilien, Argentinien, Kolumbien und Mexiko

„Chile dient aufgrund seiner Größe oft als Testmarkt in Südamerika“, berichtet etwa Drazen Malo­ca, Österreichs Wirtschaftsdelegierter in Santiago. Er empfiehlt das Land auch für den Einstieg in Südamerika. Die Wirtschaftspolitik ist stark marktwirtschaftlich orientiert, die meisten Sektoren sind liberalisiert und privatisiert, das Land ist politisch stabil und verfügt über einen gesunden Finanzmarkt. „In nächster Zukunft  gibt es zudem einen erhöhten Bedarf an Maschinen“, so Maloca.

Hoffen auf einen Aufschwung heißt es in Brasilien. „Man hat nun aber das Gefühl, dass sich die aktuelle Regierung mehr um die Unternehmen kümmert“, so Klaus Hofstadler, Wirtschaftsdelegierter in São Paulo. Nach Jahren der Rezession und Stagnation könnte die liberale Wirtschaftspolitik des umstrittenen Präsidenten Jair Bolsonaro zumindest der Wirtschaft nutzen. Für steirische Unternehmen bieten sich gute Möglichkeiten im Bereich Automatisierung und Technologisierung. 

Präsidentenwahlen stehen im Oktober auch in Argentinien an – mit noch ungewissen Folgen. Für Marco Garcia, Wirtschaftsdelegierter in Buenos Aires, ist das Land das „europäischste“ in Südamerika. „Großes Thema sind erneuerbare Energien.“

Für Kolumbien sieht Hans-Jörg Hörtnagl, Delegierter in Bogota, „eine historische Chance nach 50 Jahren Bürgerkrieg“. In den nächsten Jahren werden beträchtliche Summen in die In­frastruktur, die Stadtentwicklung und die Energiewirtschaft fließen. 

Mexiko ist „einer der offensten Märkte der Welt“, so Friedrich Steinecker, Delegierter in Mexico City. Mexikos Wirtschaft wächst, angetrieben vor allem von der Technologie und im Besonderen von der Automobilindustrie. 

Einig waren sich die Experten, dass es oft ratsam ist, sich lokale Partner zu suchen und Ausfuhrversicherungen abzuschließen. Auch sind die Steuersysteme oft sehr komplex und in rechtlicher Hinsicht gibt es Unterschiede.

Lateinamerika als Top-Markt für steirisches Know-how

Für jeden Markt gibt es das passende Produkt. Das hat die Bauer GmbH erkannt, so findet man ihre Beregnungs- und Gülletechnikanlagen auf den Feldern Brasiliens. Und davon gibt es viele, denn das Land ist einer der weltweit größten Agrarproduzenten. Das Voitsberger Unternehmen zählt weltweit 650 Mitarbeiter, zehn Verkaufsbüros und sechs Produktionswerke. „In Brasilien haben wir zunächst mit knapp 15 Leuten einen Testbetrieb gestartet“, berichtet Andreas Schitter, der kaufmännische Leiter. „2016 haben wir dann ein Werk für Beregnungsanlagen errichtet.“ 2018 erwirtschaftete es mit 50 Mitarbeitern einen Umsatz von 16 Millionen Euro. „Aufgrund des riesigen Markts, der hohen Importzölle und des Zugangs zu Förderungen war es sinnvoll, direkt vor Ort zu produzieren.“ 

Martin Schnitzer hat für sein mobiles Solargerät zur Warmwasseraufbereitung, Suntap, umfangreiche Marktanalysen durchgeführt. Das Ergebnis: Mexiko entpuppte sich als idealer Markt zur Umsetzung. „Wir sind in der Testphase, führen Gespräche mit Bauträgern und planen Vertriebspartnerschaften, etwa mit Wasserfilter-Unternehmen“, so Schnitzer. Geplant ist eine Produktion vor Ort.

„Lateinamerika bringt alle Voraussetzungen für eine nachhaltige Erschließung mit: Nachfrage nach den Stärkefeldern der steirischen Unternehmen, hoher Investitionsstau und großteils positive makroökonomische Entwicklung“, fasst ICS-Geschäftsführer Robert Brugger zusammen.

Von Petra Mravlak








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