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Brexit-Krimi mit offenem Ausgang

Der Wirtschaftsdelegierte Christian Kesberg über die nächsten Schritte und mögliche Szenarien, die derzeit auch von einer steirischen Delegation erkundet werden.

Brugger (ICS), Eibinger-Miedl (Landesrätin), Kesberg (Wirtschaftsdelegierter) und Dernoscheg (WKO-Direktor).
© wko Auftakt in Oxford: Brugger (ICS), Eibinger-Miedl (Land Steiermark), Kesberg (AWO) und Dernoscheg (WKO).

Das Brexit-Chaos nimmt seinen Lauf: Nach wie vor gibt es keine Lösung für einen geregelten EU-Austritt des Vereinigten Königreichs, die für beide Seiten in Frage kommt. Und während Premierminister Boris Johnson sich Machtspielen mit dem Parlament hingibt, läuft der Countdown unweigerlich weiter: Offizielles Austrittsdatum ist der 31. Oktober. 

Doch schon vorher könnte sich noch etwas bewegen – oder auch nicht. Denn der nächste Akt im Brexit-Krimi ist ein kürzlich verabschiedetes Gesetz, das den Premierminister dazu verpflichtet, im Falle, dass es zu keiner Einigung für einen geregelten Abgang kommt, Mitte Oktober bei der EU einen Aufschub zu erbitten. 

Deal or no Deal?

„Ob Boris Johnson dem nachkommt oder ob er einen Gesetzesbruch in Kauf nimmt, um mit allen Mitteln den Austritt Ende des Monats durchzuboxen, ist allerdings auch völlig offen“, berichtet Christian Kesberg, Wirtschaftsdelegierter in London. Ein weiteres mögliches Szenario sei ein Rücktritt Johnsons oder sein erzwungener Abgang durch ein Misstrauensvotum. Variante drei ist, dass doch noch ein Kompromiss mit der EU gefunden wird. Was davon am wahrscheinlichsten eintritt, könne man nicht einschätzen, so Kesberg. „Alles ist möglich.“

Klar ist allerdings, dass der Brexit, auch wenn er in geordneter Weise vor sich geht, allen Beteiligten wirtschaftlich mehr schaden wird, als er nutzt. „Eine Katastrophe wäre es aber nicht“, ist Kesberg überzeugt. „Ein ungeordneter Austritt würde die Karten allerdings gänzlich neu mischen, mit völlig unbekannten Folgen. Denn so etwas hat es noch nie gegeben.“ Wie gehen nun die Briten mit dieser Situation um? „Die Stimmung der Menschen ist unverändert. Das Land ist gesellschaftlich und politisch zerrissen und man hat das Gefühl, dass man sich mittlerweile einfach daran gewöhnt habt“, berichtet
Kesberg.

Steirische Wirtschaftsdelegation

Wie es um den britischen Markt bestellt ist, erkundet derzeit auch eine steirische Wirtschaftsdelegation – angeführt von Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg und WKÖ-Vizepräsident Jürgen Roth. 


Von Petra Mravlak

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