th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Brexit-Day: Die Antworten auf die zehn wichtigsten Fragen

Am 31. Jänner 2020 um Punkt Mitternacht verlässt das Vereinigte Königreich offiziell die EU. Was das für Firmen bedeutet.

Symbol Umriss UK und EU-Flagge
© Andrei Korzhyts, stockadobe Mit 31. Jänner ist die Scheidung des Vereinigten Königreichs von der EU offiziell.

Nach vier Jahren Tauziehen um den Brexit wird das Vereinigte Königreich am 31. Jänner 2020 nun offiziell die EU verlassen. Ändern wird sich dadurch zunächst allerdings wenig. Denn es gibt eine Übergangsphase bis Ende dieses Jahres – Zeit, um die Beziehungen mit der EU neu zu regeln. Auch eine weitere Verlängerung dieser Übergangsfrist bis maximal Ende 2022 ist möglich.

Wir haben die Antworten auf die zehn wichtigsten Fragen rund um den Brexit und seine Folgen:

  1. Deal-Brexit – was bedeutet „geregelter Austritt“ aus der EU?

    Schaffen es die Briten und die EU vor Ende 2020 (spätestens aber Ende 2022 bei einer weiteren Fristverlängerung) ihre Beziehungen durch ein neues Abkommen zu regeln, dann kann der tatsächliche Austritt ohne größere Komplikationen für Bevölkerung und Wirtschaft vonstattengehen.

  2. No-Deal-Brexit – kann es doch noch zu einem ungeregelten Austritt kommen? 

    Es ist nicht ausgeschlossen, dass bis zum Ende der Übergangsperiode auch diesmal kein Abkommen mit der EU zustande kommt. Die handelspolitischen Beziehungen würden dann auf WTO-Niveau zurückfallen. Für Unternehmen würde das deutliche Störungen im Geschäftsbetrieb bedeuten.

  3. Was ändert sich nach dem Austritt an den Beziehungen mit den EU-Staaten?

    Mit dem Austritt wird UK zu einem Drittland. Dadurch müssen EU-Unternehmen nach Ende der Übergangsfrist etwa mit Zollformalitäten rechnen. Dann werden gemäß der Regeln der EU-Handelspolitik bilaterale, plurilaterale und multilaterale Handelsabkommen zur Anwendung kommen.

  4. Was bedeutet der Austritt für Österreicher, die im UK leben und arbeiten?

    Im Falle eines geordneten Austritts müssen Österreicher bis spätestens 30. 6. 2021 einen Antrag auf Pre- oder Settled-Status stellen. Im Falle eines ungeregelten Austritts müssen sie bereits vor dem Austrittsdatum im Vereinigten Königreich leben und diesen Antrag bis spätestens 31. 12. 2020 stellen.

  5. Was bedeutet der Brexit für Briten, die sich in Österreich niedergelassen haben?

    Hier lebende Briten und solche, die in der Übergangsphase nach Österreich ziehen, behalten auch nach dem Austritt ihr Aufenthaltsrecht und unbeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt bzw. zur Selbständigkeit. Unklar ist der rechtliche Status für jene, die nach der Übergangsfrist hierherziehen.

    Brexit-Hotline des Internationalisierungscenter Steiermark: 0316 601400


  6. Kann man die wirtschaftlichen Auswirkungen des Austritts schon abschätzen?

    Der Brexit wird den Briten jedenfalls mehr schaden als der EU: Denn rund die Hälfte des britischen Außenhandels wird mit der Union abgewickelt. Umgekehrt sind aber nur etwa 6,5 Prozent alle EU-Exporte für das Vereinigte Königreich bestimmt und nur 3,8 Prozent der EU-Importe kommen von dort.

  7. Wie wichtig ist das Vereinigte Königreiche für österreichische Firmen?

    Es ist die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas und die sechstgrößte der Welt. Derzeit gibt es im Vereinigten Königreich rund 250 österreichische Niederlassungen mit etwa 40.000 Mitarbeitern. Gemeinsam erwirtschaften diese jährlich einen Umsatz von etwa 22 Milliarden Euro. 

  8. Wie eng sind die Steiermark und UK wirtschaftlich miteinander verbunden?

    Das Vereinigte Königreich ist der viertwichtigste Handelspartner der Steiermark, mit Exporten im Wert von 1,2 Milliarden Euro. Besonders wichtige Branchen sind die Kfz-Industrie sowie der Maschinen- und Anlagenbau. Diese wären im Falle von Komplikationen wohl am stärksten betroffen.

  9. In welchen Branchen gibt es im Vereinigten Königreich die besten Marktchancen?

    Gefragt sind innovative Produkte, Anlagen und Verfahren, die Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen ermöglichen. Genauso aber auch Nischenprodukte mit hohem technischen Standard, etwa in der Umwelttechnik, bei erneuerbarer Energie, nachhaltigem Bauen und Lagertechnik.

  10. Wie können sich heimische Firmen auf den Brexit vorbereiten?

    Das InternationalisierungsCenter Steiermark informiert im Rahmen eines eigenen Länderschwerpunkts „UK & Brexit“:  Es gibt individuelle Beratung, Workshops und Seminare zu den aktuellen Entwicklungen und zu den Trends und Marktchancen im Vereinigten Königreich.­­­

Das könnte Sie auch interessieren

Belarus Demonstration: Frau mit Flagge

Belarus: Unruhiges Land mit großem Potenzial

Kaum ein Tag vergeht in Belarus ohne Massendemonstrationen. Der Wirtschaftsdelegierte Rudolf Lukavsky analysiert die Lage abseits der aktuellen Krise im Land. mehr

Menschenleerer Strand mit Sonnenschirmen

Sommer, Sonne, Strand und Coronaregeln

Was erwartet Sonnenhungrige heuer in den beliebtesten Urlaubsländern Europas? Wir haben bei den Wirtschaftsdelegierten vor Ort nachgefragt.  mehr