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Tritt auf die Bremse ist in Graz tabu

72 Prozent der Innenstadt-Kunden reisen mit dem Pkw an – das ist nur ein Aspekt einer aktuellen Umfrage unter den Betrieben der Grazer Innenstadt.

In einer Stadt wie Graz muss der Verkehr fließen.
© Steiermark Tourismus GmbH In einer Stadt wie Graz muss der Verkehr fließen.

Wie tickt der Innenstadt-Kunde, welche baulichen Maßnahmen wünschen sich die City-Betriebe, um die Attraktivität eines Standortes zu forcieren? Diesen und anderen Fragen ging das Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung anhand des Beispiels Graz auf den Grund. Fast 170 Betriebe wurden hier im Rahmen einer Studie befragt, wobei klare Tendenzen sichtbar wurden. So wissen 55 Prozent der Unternehmer, dass ihre Kunden mehrheitlich aus anderen Kommunen kommen. Ein deutlicher Anstieg gegenüber älteren Umfragen, als der Wert noch bei 40 Prozent lag. Daher ist es nur logisch, dass viele Kunden mit dem eigenen Pkw anreisen und es sich hier bei der Suche nach einem Parkplatz oftmals spießt. Mit der Erreichbarkeit der Innenstadt sind zwar 75 Prozent der Betriebe zufrieden, nicht aber mit der Parkplatz-Situation. Rund 90 Prozent (!) wünschen sich eine höhere Anzahl an Stellplätzen, 65 Prozent sehen Verbesserungspotenzial bei den Parkgebühren.

Fußgängerzone wird kritisch beäugt

Dass eine gute Erreichbarkeit eine Basisanforderung für die Attraktivität eines Wirtschaftsraumes ist, liegt für Paul Spitzer auf der Hand. „Die Bewertung der Erreichbarkeit unserer Mitgliedsbetriebe ist für uns ein wesentlicher Aspekt, da die Wirtschaftstreibenden jeden Tag vor Ort sind und daher den wohl besten Einblick haben“, betont der Obmann der WKO-Regionalstelle Graz. Überwiegend kritisch wird dafür die aktuell diskutierte Ausweitung der Fußgängerzone gesehen. Für die Innenstadtbetriebe erscheinen hier maximal Lückenschlüsse in der Kaiserfeldgasse oder der Kleinen Neutorgasse sinnvoll.

Regionalstellen-Obmann Paul Spitzer (li.) und Regionalstellenleiter Viktor Larissegger.
© Foto Fischer Regionalstellen-Obmann Paul Spitzer (li.) und Regionalstellenleiter Viktor Larissegger.

Mehrheit wünscht sich eine neue Tiefgarage

Weit wichtiger wäre es, den Bau einer Tiefgarage im Bereich des Jakominiplatzes zu forcieren. Rund zwei Drittel (67 Prozent) der Innenstadtbetriebe sehen einen konkreten Bedarf an zusätzlichen Stellplätzen, nicht nur für Kunden, sondern auch für Mitarbeiter und Anrainer. „Angesicht der durch Corona sehr angespannten Wirtschaftslage und in Hinblick auf die sehr deutlichen Ergebnisse unserer Umfrage ist jetzt nicht die Zeit für Experimente. Vielmehr muss es absolute Priorität haben, Maßnahmen zu setzen, die einen Anreiz für einen Besuch in der Innenstadt bieten“, weiß Viktor Larissegger, Leiter der WKO-Regionalstelle Graz, um die Situation. Daher fordert die WKO Graz, dass die Erreichbarkeit der Grazer Innenstadt auch langfristig mit dem Pkw gegeben sein muss.

Weitere Anreize für Besuch schaffen

„Wir haben in diesem Frühjahr gesehen, wie eine Stadt mit lauter geschlossenen Geschäften aussieht, aus meiner Sicht ein erschreckender Anblick. Ziehen wir daher alle an einem Strang, um unsere regionale Wirtschaft zu fördern, anstatt Verkehrskonzepte umzusetzen, die die Erreichbarkeit erschweren“, appelliert Spitzer in Richtung Stadt Graz. Keineswegs ausgeschlossen werden aus den Überlegungen hierbei die Öffis wie auch der Radverkehr. So wird  die Umsetzung einer Entlastungsstrecke für die Straßenbahn in der Herrengasse befürwortet, alleine die Umsetzung sorgt für Kopfzerbrechen. Larissegger: „Der Bauplan für die Tegetthoffbrücke sieht eine Bauzeit von zwei Jahren vor, in der die Brücke nicht befahrbar wäre. Gerade jetzt ist das eine existenzgefährdende Einschränkung für die Innenstadtwirtschaft.“ Ein weiteres Ziel der WKO Graz ist es, im Herbst Anreize für Kunden zu schaffen. Hier setzt man von den Ideen her auf „Gratis-Öffi-Aktionen“ an Samstagen, Aktionen in Zusammenarbeit mit Parkgaragen oder die Erweiterung der Altstadtbim.

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