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Breitenfeld investiert kräftig weiter

Von der Pummerin bis zum CERN: Sonder-Edelstähle aus Breitenfeld sind heiß begehrt. Dafür wurden seit der Jahrtausendwende 200 Millionen Euro investiert.

Seit der Jahrtausendwende wird in Breitenfeld kräftig investiert.
© Puntigam Seit der Jahrtausendwende wird in Breitenfeld kräftig investiert.
Good News am laufenden „Stahlband“ hat die Breitenfeld Edelstahl AG zu verkünden. Nicht nur, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 der Gesamtumsatz um stolze 33 Prozent auf 164 Millionen Euro gesteigert werden konnte. So wurde kürzlich auch bekannt gegeben, dass sechs Millionen Euro in eine dritte Elektroschlackeumschmelzanlage inklusive entsprechender Infrastruktur wie Glühofen, Kippstuhl und Elektrodenschweißanlage investiert werden. „Hinzu kommen noch einmal drei Millionen für ein Portal-Bearbeitungszentrum. Zehn Millionen Euro waren es zuvor bereits für eine neue Halle und eine Schälmaschine“, rechnet CFO Gilbert Krenn nach.

Doch das ist längst nicht alles. „Insgesamt wurden am Standort seit der Jahrtausendwende rund 200 Millionen Euro aufgewendet. In der mittelfristigen Planung stehen bis 2023 noch über 50 Millionen für Erweiterungen und Modernisierungen an“, hat Krenn ein „mehr als deutliches Bekenntnis der Eigentümer zum Standort Steiermark“ parat.

Mut und Konsequenz

Mit diesen Investitionen habe man das Werk zu einem Vorreiter in Sachen Edelstahl bzw. Sonder­edelstahl gemacht. „Das ist zwar nur eine kleine Nische in der Stahlerzeugung insgesamt, aber eine höchst feine“, betont Krenn und erzählt, dass es ein durchaus mutiger Schritt gewesen sei, Anfang der 2000er-Jahre das 1942 gegründete Traditionswerk in diese neue Richtung zu lenken: „Doch diese Konsequenz hat sich ausgezahlt.“
Heute ist die Stahlkompetenz aus St. Barbara-Mitterdorf nicht nur bei Energieerzeugern, in der Petrochemie, im Schiffs-, Werkzeug- oder auch Maschinenbau bis hin zur Luft- und Raumfahrt gefragt – selbst im unterirdischen CERN-Teilchenbeschleuniger ist man mit dabei. „Und wenn der Klöppel der Pummerin traditionell das neue Jahr einschlägt, dann geschieht das seit einigen Jahren durch Stahl aus unserem Werk“, erzählt Krenn.
Große Erfolge, die den Mitarbeitern geschuldet seien, unterstreicht der CFO: „Seit mehr als 75 Jahren schlägt hier das Herz für Stahl. Dieses Know-how und die Leidenschaft unserer Mitarbeiter, die dem Unternehmen zum Teil über Generationen verbunden sind, sind ganz klar unser Erfolgsgeheimnis.“ 317 sind es aktuell, die für einen Output von 130.000 Tonnen Spezialstählen sorgen, „die vornehmlich im europäischen Raum, aber auch bis nach Taiwan gefragt sind“.
Und damit diese stahlharte Erfolgsgeschichte ebenso weitergeschrieben werden kann, werde nicht nur in Instandhaltung, Modernisierung, Sicherheit, neueste Umwelt- und Energietechnik sowie in die Digitalisierung investiert, sondern auch in den Nachwuchs, erklärt Krenn: „Wir bilden immer rund ein Dutzend Lehrlinge aus und bieten hier zahlreiche Zusatztools, wie Nachhilfe oder auch spezielle Persönlichkeitstrainings an.“ Besonders stolz ist Krenn aber darauf, dass sich auch zunehmend Frauen für eine Industrielehre begeistern. „Eine junge Dame hat hier nach der Matura erfolgreich ihre Lehre als Metallurgie- und Umformtechnikerin gestartet.“

Weitere Infos: www.breitenfeld.at

Von Veronika Pranger

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