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Blackout in der Industrie

Was tun, wenn Strom und Gas plötzlich weg sind? Eine hochkarätig besetzte Veranstaltung informiert zur „Vorsorge Blackout“.

Blackout: 1,13 Milliarden Euro würde der volkswirtschaftliche Schaden betragen, wenn im gesamten Bundesgebiet für 24 Stunden der Strom ausfallen würde.
© Lars Hallstrom - Fotolia Blackout: 1,13 Milliarden Euro würde der volkswirtschaftliche Schaden betragen, wenn im gesamten Bundesgebiet für 24 Stunden der Strom ausfallen würde.
Stellen Sie sich vor, von jetzt auf gleich ist der Strom weg: Kein Computer, kein Bankomat, keine Zapfsäule, keine Wasserversorgung und nach gewisser Zeit auch kein Handy funktionieren mehr. Blackout nennen Experten ein solches Szenario, wenn überregional und über einen längeren Zeitraum die Stromversorgung zusammenbricht. Und die Experten wissen auch, was es kosten würde, wenn 24 Stunden kein Strom aus der Steckdose kommt: „Die Johannes-Kepler-Universität berechnet den volkswirtschaftlichen Schaden für Österreich mit 1,13 Milliarden Euro“, erklärt Jürgen Steinecker, Geschäftsführer der Industrie.
Und Steinecker betont, dass gerade im Bereich der Industrie selbst minimale Stromausfälle enorme Probleme nach sich ziehen würden: „Vor dreißig Jahren standen eben einige Maschinen kurz still. Heute ist alles mitei­nander vernetzt. Hier kommt nicht nur die komplette Produktion, sondern das gesamte System dahinter zum Erliegen.“ Umso wichtiger sei das Wissen, wie man mit solchen Ausfällen im Worst Case umzugehen hat und wie man seinen Betrieb schützt, so Steinecker (s. dazu Veranstaltungstipp).
Doch das sei ein Punkt, der aufgrund der ausgezeichneten Versorgungssicherheit hierzulande oft vernachlässigt werde – weil man sich eben in Sicherheit wiege. Nachgefragt bei Gerhard Christiner, Vorstand der Austrian Power Grid: „Österreich zählt zu den bestversorgtesten Ländern der Welt. Dennoch steigt etwa durch den rasanten Umbau des europäischen Energiesystems das Risiko.“ Deshalb brauche es ein Gesamtkonzept, „das die Netze bei diesem Umbau intelligent mitdenkt“.

Wie lange man in Österreich im Extremfall bei Kerzenschein aushalten müsse, auch das weiß Versorgungssicherheitsexperte Christiner: „Mehrere Stunden. Wir haben als Backup drei Kraftwerksgruppen, die auch ohne Strom hochfahren können. Step-by-step würden hier dann einzelne Verbraucherinseln angeschlossen werden.“

Veranstaltung: "Blackout in der Industrie"

Die Sparte Industrie lädt am 5. Juni 2018 zur Veranstaltung „Vorsorge Blackout“ um 17 Uhr in die WKO Steiermark. Gerhard Christiner (s. Story oben) hält die Keynote, Industrievertreter und Unternehmer diskutieren die Thematik. Ebenso werden die brandaktuelle Broschüre „Blackout – Wie schütze ich mein Unternehmen“ sowie die darin ausgearbeitete Checkliste für den Ernstfall präsentiert.

Alle Infos und Anmeldung: wko.at/stmk/industrie

Von Veronika Pranger

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