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Bilder aus dem Netz sind zu bezahlen

Bilder aus dem Internet für eigene Zwecke zu verwenden ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann sehr teuer werden. Was sagt der Experte?

Onlinewelt
© Piotr Adamowicz - Fotolia Das Netz ist voll mit Bildern aus allen Lebenslagen. Aber Achtung, jeder Download kostet.
Nichts ist einfacher, als im Netz zu einem Foto zu kommen. Mit der zunehmenden Digitalisierung können gewünschte Sujets schnell kopiert und verbreitet werden. Bei jedem Klick auf ein werbetaugliches Bild müssen aber die strengen Regeln des Urheberrechts im Auge behalten werden, um unerwünschte zusätzliche Kosten zu vermeiden.
Bild ist kein Geschenk
Peter Egger,  Experte im WKO-Rechtsservice, macht Unternehmen darauf aufmerksam, bei Werbung darauf zu achten, keine Bildrechte zu verletzen: „Obwohl wir massiv darauf aufmerksam machen, scheint es sich in vielen Betrieben noch nicht herumgesprochen zu haben, dass nahezu jedes Foto urheberrechtlichen Schutz genießt.“ Das Urheberrechtsgesetz schützt sogenannte eigentümliche geistige Schöpfungen auf den Gebieten der Literatur, der Tonkunst, der bildenden Künste und der Filmkunst, und regelt deren Verwertung. Ein Lichtbildwerk als eigentümliche geistige Schöpfung bedarf im Allgemeinen keines hohen künstlerischen Anspruchs. Darüber hinaus besteht urheberrechtlicher Schutz in Bezug auf Fotos nicht nur für Werke im Sinne des Urheberrechtsgesetzes, sondern schlichtweg für jede andere (einfachste) Art von Fotos.
Die Rechte des Urhebers

Egger: „Die Rechte des Urhebers entstehen automatisch mit Schaffung des Werks, es bedarf – wie häufig angenommen – keiner besonderen Eintragung in ein Register.“ Wer Fotos aus dem Internet herunterlädt, um sie zum Beispiel kommerziell zu nutzen, begeht daher einen Rechtsbruch, der hohe Kosten nach sich ziehen kann. So darf zum Beispiel kein Foto ohne Zustimmung des Fotografen auf der eigenen Homepage veröffentlicht bzw. zur Verfügung gestellt werden. Ausschließlich der  Rechteinhaber – das ist in der Regel der Fotograf – bestimmt, wer, und in welchem Umfang, man seine Werke verwenden darf. Es ist folglich allein dem Fotografen vorbehalten, (gegen entsprechendes Entgelt) eine Werknutzungsbewilligung bzw. ein Werknutzungsrecht zu erteilen. Der Experte rät, mit dem Rechteinhaber eine entsprechende Werknutzungsvereinbarung abzuschließen, wenn man ein Foto verwenden möchte. „Ist das nicht möglich, dann darf das gewünschte Bild auch nicht genutzt werden.“
Die Nachweispflicht für das Vorliegen der entsprechenden Berechtigung liegt dabei allgemein beim Nutzer und nicht beim Fotografen. Auch wenn diesen kein Verschulden trifft, muss er bei einem Verstoß gegen das Urheberrechtsgesetz ein angemessenes Entgelt bezahlen. Egger: „Es kommt in der Regel zur Übermittlung einer Unterlassungsaufforderung, im Zuge derer eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben ist. Zusätzlich sind ein Entgelt für die bisherige Nutzung des Fotos und die Kosten eines allenfalls beigezogenen Rechtsanwalts zu bezahlen.“


Infos: Rechtsservice, Tel. 0316/601-601, E-Mail: rechtsservice@wkstmk.at


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