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Das Grazer BG/BRG Kirchengasse setzt mit „Financial Education“ ein starkes Zeichen gegen fehlendes Finanzwissen bei Schülern

 Vielen Jugendlichen fehlt es an Basiswissen, wenn es um Finanzen und Wirtschaft geht. Aus diesem Grund initiierte das BG/BRG Kirchengasse den Projekttag „Financial Education“: Mittels zahlreicher Workshops und Vorträge vermittelten Experten hier Jugendlichen aller Schulstufen wichtiges Finanz-Knowhow.

Financial Education - Projekttag am Grazer BG/BRG Kirchengasse setzt Zeichen gegen fehlendes Finanzwissen bei Schülern
© Antonioguillem - stock.adobe.com Der Projekttag "Financial Education" für alle Schulstufen soll den Schülern wichtiges Basiswissen rund um Finanz-und Wirtschaftsthemen liefern.

Ein Tag ganz im Zeichen von Wirtschafts-und Finanzwissen: Das Grazer BG/BRG Kirchengasse veranstaltete kürzlich einen Projekttag zum Thema „Financial Education“ (Finanzbildung). Schüler aus allen Schulstufen konnten dabei wichtiges Wissen rund um Finanzen und das Wirtschaftswesen sammeln, unterstützt wurden sie dabei von wahren Experten – Gleich neun Unternehmen aus der Fachgruppe der Finanzdienstleister vermittelten den Schülern wichtige Begriffe und praxisnahe Beispiele für das künftige Alltagsleben. In Zeiten von Online-Shopping und Zahlen per „Klick“ wichtiger denn je: Gerade junge Leute geraten immer öfter in finanzielle Schwierigkeiten, weil das Basis-Wissen rund um Finanz-und Wirtschaftsthemen fehlt. Dagegen möchte das Lehrerkollegium am Grazer BG/BRG Kirchengasse gezielt mit diesem Projekttag vorgehen: „Ich bin selbst Lehrer für Geographie und mein Steckenpferd ist die Wirtschaftskunde. Ich habe jahrelang unterrichtet und dabei ist mir aufgefallen, dass Jugendliche oft große Defizite haben, was das wirtschaftliche Wissen anbelangt. Dabei ist aber gerade dieses Wissen ein unverzichtbarer Bestandteil im späteren Leben“, erzählt Direktor Reinhard Gande. Für ihn ist der Projekttag eine wichtige Gelegenheit, Wirtschaftskunde als zentrales Thema intensiver als im normalen Unterricht zu vermitteln, denn dort käme „dieses Gebiet oft zu kurz, obwohl Kinder schon spätestens im Volksschulalter mit Geld und dem richtigen Umgang damit konfrontiert sind“.  

Fachgruppen-Obmann-Stellvertreter Markus Kohlmeier unterstützte als einer der Vortragenden den Projekttag: „Junge Menschen müssen die Grundzüge des Finanzwesens verstehen. Nur dann können sie fundierte Entscheidungen treffen und werden zu mündigen Konsumenten. Das ist uns als unabhängigen Beratern ein wichtiges Anliegen“, erklärt Kohlmeier ein Ziel des heutigen Tages. Ähnlich denkt auch Friederike Rath, Projektleiterin und Geographielehrerin am BG/BRG Kirchengasse. Für Rath ist Wirtschaftskunde ein Gebiet, das im Unterricht oft nicht ausreichend genug behandelt wird: „Bei den Jugendlichen ist das Interesse an Wirtschaftsthemen groß, dabei geht es aber eher darum, wie viel Taschengeld in ihrem Alter angemessen ist und ob sie es lieber ausgeben oder sparen. Mir ist vor allem wichtig, dass sie über Begriffe wie Arbeitnehmerveranlagung, Haushaltsbudget, Steuern, Zinsen oder bargeldloses Zahlen Bescheid wissen, denn damit müssen sie ja später auch im Alltag umgehen können. Unser Ziel ist es, dass sie bereits als Kinder und Jugendliche mit kleinen Geldbeträgen umgehen lernen und über ihren eigenen Finanzhaushalt einen Überblick bekommen.“ 

Während für viele Kinder noch das Taschengeld von zentraler Bedeutung ist, sehen sich immer mehr ältere Jugendliche schon mit viel komplexeren Themen konfrontiert: Kryptowährungen und Investitionsmöglichkeiten in Aktien oder Bitcoin-Geschäfte geraten mehr und mehr in den Fokus von Jugendlichen, die über die komplexen Vorgänge der Finanz-und Wirtschaftswelt einfach noch nicht so gut informiert sind und daher besonders gut über die Risiken aufgeklärt werden müssen. Das sieht auch der 17-jährige Schüler Moritz Kompaß so: „Ich habe Bekannte in meinem Alter, die in Aktien oder Kryptowährungen investieren. Auch ich wurde schon zu einem Bitcoin-Vortrag eingeladen und man überlegt dann schon, ob man nicht vielleicht investieren sollte, aber ich finde diese Anlagen einfach zu unsicher und kenne mich da auch nicht gut genug aus.“ Doch auch das Sparen will gelernt werden: Wie man richtig spart und welche Möglichkeiten es dazu gibt, stellte im Rahmen des Projekttages einen weiteren Themenpunkt dar. Unter den Schülern und Schülerinnen ist auch das Sparen ein viel besprochenes Thema, so auch für Katharina Spittaler, die gerade die 8. Klasse besucht: „Ich schaue momentan sehr auf mein Geld, da ich für eine Reise spare. Deshalb versuche ich auch, über meine Ausgaben Buch zu führen und alle Rechnungen zu sammeln. Das mache ich seit ein paar Monaten und jetzt funktioniert es schon richtig gut, deshalb habe ich auch die Infos rund um das Sparen und Finanzanlagen am Projekttag recht spannend gefunden.“  

Und was haben die Schüler aus den Vorträgen am Projekttag mitgenommen? „Der Projekttag hat bei mir vor allem Wissenslücken aufgefüllt und ich fühle mich danach jetzt ganz gut auf den richtigen Umgang mit Finanzen vorbereitet. Besonders hilfreich fand ich es auch, dass wir uns nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis mit Finanzen und Wirtschaftswissen auseinandergesetzt haben. Außerdem ist mir nur noch mehr bewusst geworden, wie sehr Geld und Finanzen unseren Alltag eigentlich durchdringen“, zieht der 18-jährige Schüler Peter Reininghaus ein Fazit aus seinen Erfahrungen und Eindrücken von dem Tag ganz im Zeichen von „Financial Education“.

Von Sarah Gritsch

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