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Betriebe unterschätzen Naturgewalten

Ob Blitzschlag oder Hochwasser: Naturkatastrophen zählen zu den größten Geschäftsrisiken für Betriebe, warnt der Versicherungsverband (VVO).

Überschwemmung und Sandsäcke
© Marc Bruxelle Die unterschätzte Gefahr: Nur 55 Prozent der Klein- und Mittelbetriebe in Gemeinden mit Hochwasser-Gefahrenzonen gehen davon aus, dass sie selbst von Überschwemmungen betroffen sein könnten.

Ob Dürreperioden, Starkregen und Hochwasser, Hagel, schwere Gewitter, Frost oder orkanartige Stürme: Die Liste der Extremwetterereignisse ist lang – und die Wahrscheinlichkeit, dass Naturkatastrophen eintreten, steigt. Doch dieser Gefahr sind sich viele Unternehmen nicht bewusst: „Dabei werden die jährlichen Schäden auf weit mehr als 200 Millionen Euro geschätzt“, erklärte VVO-Vizepräsident Othmar Ederer.

Existenzbedrohende Ausmaße

Das bestätigt auch eine aktuelle Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV). Demnach sind besonders Klein- und Mittelbetriebe schlecht gerüstet und großen Gefahren ausgesetzt: So halten es nur 55 Prozent der KMU in Gemeinden mit Hochwasser-Gefahrenzonen für möglich, dass sie von Naturkatatstrophen betroffen sein könnten. Rund 59 Prozent haben kein konkretes Procedere für den Katastrophenfall geplant. Bei 27 Prozent der betroffenen Betriebe war der Schaden aber so groß, dass die Produktion bzw. Dienstleistung eingestellt werden musste. „Der Ausfall der Leistung kann für viele Klein- und Mittelbetriebe existenzbedrohend sein“, warnte Direktor Othmar Thann vor den dramatischen Folgen.

Gefahr von Blitzeinschlägen

Auch die Gefahr von Blitzeinschlägen wird unterschätzt: Dabei wurden allein im Vorjahr 125.549 Blitzeinschläge in Österreich registriert. Und Blitze sind die Brandauslöser Nummer eins: Laut aktuellen Daten entfiel zuletzt rund ein Fünftel der Brände (1.376 Brände) auf die Zündquelle „Blitzschlag“.

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