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Beim Heizen richtig Kohle machen

APARUS aus Graz hat eine neue Biomassefeuerungstechnologie entwickelt, die nicht nur Wärme, sondern auch Pflanzenkohle produziert

Das innovative Gründerteam Pia Dietachmair und August Zöchbauer
© Schubidu-Quartett Das innovative Gründerteam August Zöchbauer und Pia Dietachmair

Mit einer zündenden Idee macht das Grazer Start-up APARUS richtig Kohle – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn mit der Entwicklung einer neuen Biomassefeuerungstechnologie wird es bald möglich sein, neben Wärme auch, anstatt des Restprodukts Asche, den Rohstoff Pflanzenkohle zu gewinnen. Und das, weltweit einzigartig, in kleinem Maßstab, also für den betrieblichen Gebrauch geeignet.

Warum die Gründer Pia Dietachmair und August Zöchbauer an dieser, vereinfacht gesagt, modernen Hackschnitzelheizung mit Kohleproduktion tüfteln? „Weil wir davon überzeugt sind, dass mehrfache Ressourcennutzung, dass CO2-negative Energieproduktion und dass der Umweltgedanke generell die Themen der Zukunft sind“, unterstreicht Dietachmair. Das ist auch mit ein Grund dafür, dass Pflanzenkohle in den letzten Jahren ein regelrechtes Revival erlebt. „Das hat natürlich unsere Aufmerksamkeit erregt“, erzählt die Neo-Unternehmerin.
Wer nun aber glaubt, es würde sich hier um Kohle handeln, wie man sie zu Hause zum Grillen verwendet, der irrt. „Es ist zwar denkbar, die verkohlte Biomasse fürs Barbecue zu verwenden, doch aufgrund der hohen Qualität und eines Handelspreises von rund  400 Euro pro Kubikmeter wäre das wohl ein teurer Grillspaß“, erklärt Dietachmair mit einem Augenzwinkern.

Feurige Idee

Nein, vor allem in der Landwirtschaft ist das Produkt heiß begehrt, um etwa die Bodenqualität zu verbessern und so den Ertrag zu steigern. Hierfür wird die Pflanzenkohle mit Dünger angereichert und auf den Boden aufgebracht. „Sie wirkt wie ein Schwamm und speichert Nährstoffe und Wasser“, weiß die Technikerin. Ebenso fördert sie aufgrund ihrer Struktur den Lebensraum für Mikroorganismen. Kein Wunder also, dass das Interesse an hochwertiger Pflanzenkohle steigt und diese bereits industriell in großem Stil – etwa im kommunalen Verwertungsbereich – hergestellt wird. „Was es bis dato aber nicht gibt, ist eine vollautomatisierte Anlage zur dezentralen Produktion von hochwertiger Pflanzenkohle und Wärme im kleineren Leistungsbereich“, erklärt Dietachmair.

Und genau das soll sich mit der von den beiden Maschinenbauern entwickelten, neuen Befeuerungstechnik ändern: „Die Brennvorgänge müssen exakt gesteuert werden, um nicht Asche, sondern qualitätsvolle Kohle zu gewinnen“, verrät Dietachmair den Clou hinter der Ofentür. Gedacht ist das innovative Heizsystem im ersten Schritt für die betriebliche Nutzung. Eine 100-kW-Anlage ergibt in einer normalen Heizwoche 1,6 Kubikmeter Kohle, rechnet die Jungunternehmerin vor: „Diese Menge entspricht der Reduktion einer halben Tonne CO2 aus der Atmosphäre. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Diesel-Pkw stößt diese Menge CO2 bei einer Fahrtstrecke von 3.000 Kilometern aus.“

Von Veronika Pranger

Mehr zum Unternehmen: www.aparus.at

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