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Behinderung ist kein Handicap im Job

Viele Unternehmer zögern, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Eine Veranstaltung der „Essl Foundation“ soll Vorurteile ausräumen.

Person im Rollstuhl
© Minerva Studio - Fotolia Ein Handicap bedeutet nicht, sich nicht mit ganzer Kraft in den Arbeitsprozess eingliedern zu können.

Wir haben bei Michael Longhino, Leiter der Chance B Arbeitsvermittlung, nachgefragt, welche fünf Fragen zum Thema Mitarbeiter mit Handicap von Firmenchefs am häufigsten gestellt werden.

Wann muss ich Menschen mit Behinderung beschäftigen? Ab je 25 Mitarbeiter ist eine Person anzustellen. Ein erweiterter Kündigungsschutz gilt erst ab 1. Jänner 2011 nach vier Jahren Betriebszugehörigkeit. Kündigungen müssen dann beim Sozialministerium angemeldet werden.

Wie hoch sind die Ausgleichszahlungen? Je nach Anzahl der Beschäftigten von 253 Euro bis 377 Euro pro Monat. In der Steiermark zahlen 74 Prozent der Betriebe diese Ausgleichstaxe und liefern damit 15 Millionen Euro ab.

Wer fällt in die Kategorie Menschen mit Behinderung? Alle Personen, die eine Sinnesbehinderung bzw. eine körperliche, kognitive oder psychische Behinderung haben.

Gibt es eine Förderung? Es gibt Einstellungsbeihilfen oder dauerhafte Lohnkostenzuschüsse. Ob und in welcher Höhe, hängt von den Anforderungen an den Job und der dauernden Leistungsminderung der Person ab. Derzeit werden 1.600 Personen in der Steiermark unterstützt. 

Was muss ich bei der Beschäftigung beachten? Der Arbeitsplatz muss angepasst werden. Wichtig ist, dass Firmen sich bei Fragen und Problemen jederzeit kostenlose Unterstützung holen können: www.chanceb.at

Veranstaltung:

„Zero Project Unternehmensdialog“, Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz: 7. Juni, Grazer Landhaus, Rittersaal, 10.00 bis 12.00 Uhr. Alle Informationen und Anmeldung: www.chanceb.at


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