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Baubranche: Ausblick ins Jahr 2017

Nach einem zuletzt starken Baujahr rechnen Experten für heuer mit einer Stagnation auf hohem Niveau. Das zeigt die „Steirische Bauvorschau 2017“. 

 
Rote Ziegel
© Grigoriy Lukyanov/Hemera/Thinkstock Die steirischen Baubetriebe sehen für 2017 eine Stagnation im Hochbau und einen leichten Rückgang im Tiefbau.

Vorsichtig optimistisch kann die weiß-grüne Baubranche in die Zukunft blicken: Laut der aktuellen Bauvorschau, die vom Joanneum Research in Kooperation mit der WKO Steiermark und dem Land erstellt wurde, soll die Branche auch 2017 ihre solide Lage halten können. Innungsmeister Alexander Pongratz spricht von einer „Stagnation auf hohem Niveau“. Insgesamt haben sich 40 Betriebe an der Umfrage beteiligt. 

Im Vorjahr verzeichnete die Branche einen starken Aufwärtstrend: So zeigt der Bauproduktionswert 2016 ein Plus von 3,6 Prozent, für 2017 soll der Wert mit einem kleinen Minus von 0,2 Prozent annähernd gleich hoch bleiben. Potenzial gibt es im Wohnbau mit Sanierungen und Adaptierungen im Hochbau, wo zuletzt ein Plus von 3,2 Prozent erreicht wurde. Auch bei den Bewilligungen im Wohnungsneubau ist ein starker Zuwachs erkennbar. Wermutstropfen: Beim „Sonstigen Hochbau“ wird für 2017 ein Rückgang von 4,8 Prozent vorhergesagt. Während im quasi öffentlichen Bereich das Investitionsvolumen für 2017 geringer angesetzt wird, kann man in Summe im Gemeindebereich mit verstärkten Investitionen rechnen. Ähnlich ist die Lage beim Verkehrswegebau, wo ein Plus von 2,8 Prozent erwartet wird, weil die Bauintensität bei Großprojekten wie dem Koralmprojekt weiter zunimmt. Konkret wird die Instandsetzung zwischen den Knoten Ost und West in Graz realisiert, genauso wie der Ausbau der Murtalschnellstraße (S 36). Ein anderes Bild zeigt sich beim Wasserbau: Das heurige Jahr ist gekennzeichnet durch rückgängige Investitionen bei der öffentlichen Hand in der Siedlungswasserwirtschaft. Großprojekte aus der Privatwirtschaft sollten aber zu einem Plus von 6,2 Prozent führen.

Interessant ist ein Blick auf die regionalen Unterschiede: Während im Großraum Graz durch das Murkraftwerk Zuwächse zu erwarten sind, werden in der Obersteiermark vor allem im Verkehrswegebau positive Tendenzen prognostiziert.

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