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Autopfleger drücken die Schulbank

Ein schmutziges Fahrzeug ist ein wortloser Schrei nach Reinigung. Und diese übernehmen zunehmend Autoaufbereiter, die jetzt im WIFI ausgebildet werden.

Auto wird poliert
© nfokon-Fotolia Autopflege ist nicht nur Imagepflege, sondern schützt auch Chrom und Lack.

Früher gab es die Tankstellen, an denen Hand an den fahrbaren Untersatz gelegt wurde. Nicht nur mit einer Wäsche, sondern auch mit kleinen Reparaturen. Mit dem Wegfall der Servicehallen sind vielfach auch Waschkübel und Co. verschwunden, was einer neuen Berufsgruppe Platz gemacht hat: den sogenannten Autoaufbereitern, die sich mit kleinen Servicestationen meist als EPU selbständig machen. Rund 600 Vertreter zählt der Obmann der Fachgruppe Garagen, Tankstellen und Serviceunternehmen, Harald Pfleger, bereits in der Steiermark, Tendenz steigend. Was allen fehlt, ist ein offizieller Qualitätsstempel, weil Wissen bis dato nur intern bei Produkt-Verkaufsschulungen weitergegeben wird. „Das wird sich jetzt ändern“, vermeldet Pfleger stolz. Im neuen WIFI-Kursbuch wird ab 24. April das erste Basisseminar Autopflege angeboten.

Kursprogramm

Pfleger, der sich aufgrund einer Mitgliederbefragung mehr als ein Jahr lang für die neue Ausbildungsschiene starkgemacht hat, über die Lehrinhalte: „Auf dem Stundenplan stehen Sicherheit am Arbeitsplatz ebenso wie Chemiekunde – wie behandle und lagere ich Putzmittel und Co. –, aber auch betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse, zum Beispiel Kalkulation, Arbeitsrecht und vieles mehr.“ Dass die Initiative in Oberösterreich bereits umgesetzt wurde, bestätigt für Pfleger, „wie groß die Nachfrage nach einer Ausbildung in diesem (freien) Gewerbe ist“. Wichtig ist für Pfleger, dass das Diplom einer immer größer werdenden Kundenschicht signalisiert, dass in diesem Betrieb das Fahrzeug fachkundig gepflegt wird. „Ein ganz wichtiges Erkennungsmerkmal, um gegen die vielen schwarzen Schafe am Markt anzukämpfen, die mit schlechter Qualität und Dumpingpreisen den Markt ruinieren.“ 

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