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Autohandel jubelt über Rekordplus

Mit 353.320 neuen Pkw verzeichnete die Branche 2017 das zweitbeste Autojahr der Geschichte. In der Steiermark betrug das Plus stolze 9,3 Prozent.

2017 gaben die Konsumenten Gas: In der Steiermark betrug das Plus bei den Neuzulassungen 9,3 Prozent.
© Minerva Studio - stock.adobe.com 2017 gaben die Konsumenten Gas: In der Steiermark betrug das Plus bei den Neuzulassungen 9,3 Prozent.
Dieselgate zum Trotz: Der Autohandel nimmt weiter rasant Fahrt auf. Das belegen die brandaktuellen Zulassungszahlen der Statistik Austria, die im Zuge der Vienna Autoshow nun präsentiert wurden, mehr als deutlich. „Es ist das zweitbeste Autojahr ever. Man merkt, dass die Wirtschaft gut läuft und es den Menschen gut geht. Deshalb investieren viele in ein neues Auto“, bringt Bundesgremialobmann Klaus Edelsbrunner die gute Stimmung auf den Punkt (s. auch Interview links).
Konkret verzeichnete die Branche im Vorjahr exakt 353.320 neu zugelassene Pkw, eine imposante Zahl, die nur denkbar knapp vom bisherigen All Time High aus dem Jahr 2011 mit 356.145 übertroffen wird. Diese gesteigerte Lust der Österreicher auf einen neuen fahrbaren Untersatz bedeutet ein Plus von 7,2 Prozent im Vergleich zu 2016, als 329.604 „Neue“ auf den Straßen zu finden waren. Was die Statistik betrifft, so zeichneten sich von Jänner bis Dezember 2017 die Steirer als ganz besonders autoaffin aus: Hier wurden 45.890 Neuzulassungen bei Pkw verzeichnet, was mit einem Plus von 9,3 Prozent eine Steigerung über dem Bundesschnitt bedeutet. Im Ranking musste man sich nur dem Burgenland geschlagen geben, das mit einem Plus von 12,2 Prozent (!) die eifrigsten Autokäufer verzeichnen konnte.
Stichwort eifrig: Besonders oft haben im Vorjahr auch die kleineren und mittleren Unternehmer ihren Fuhrpark erneuert – das Plus bei den Klein-Lkw (bis 3,5 Tonnen) schlägt mit knapp zwölf Prozent zu Buche, laut Edelsbrunner ein weiteres Zeichen für die aktuell gute konjunkturelle Lage.
Auffallend an der aktuellen Statistik ist das Plus bei den Benzinern. Hier steigerten sich die Neuzulassungen von 2016 auf 2017 um sage und schreibe 24,2 Prozent. Diesen Umstand alleine an der „medial gepushten Dieselproblematik und der damit verbundenen verunsicherten Käuferschicht“ festzmachen, sei aber falsch, unterstreicht Edelsbrunner: „Die steigende Beliebtheit der sogenannten City-SUV – die sich im Bereich von 105 bis 120 PS bewegen – ist maßgeblich an dieser Steigerung beteiligt.“ Denn diese Wagenklasse werde hauptsächlich als Benziner verkauft. Ebenso mitverantworlich für dieses hohe Plus sei das immer stärker eingesetzte Marketingtool der Tages- und Kurzzulassungen, das  den Gusto bei den „Auto-Schnäppchenjägern“ wecke – und auch hier werden, so Edelsbrunner, vornehmlich Benziner angeboten.

Aber natürlich habe sich das Kaufverhalten generell durch die Dieseldiskussion verändert, hält Edelsbrunner fest. Während es bis vor Kurzem einfach nur schick war, einen Diesel zu kaufen, werde jetzt deutlich intensiver das persönliche Nutzungsverhalten mit dem Fachhändler diskutiert und erst darauf aufbauend entschieden, welcher Kraftstoff künftig getankt werde. Generell hat der Diesel mit österreichweit insgesamt 49,7 Prozent aber nach wie vor die Nase vorn, doch der Benziner ist ihm mit 46,3 Prozent bereits dicht auf den Fersen. „Wann es hier zu einem Wechsel an der Spitze kommen wird oder wann die alternativen Antriebe eine deutliche Größe erreichen werden, das lässt sich nicht so einfach sagen“, so Edelsbrunner: „In den nächsten Jahren wird es ein Miteinader der verschiedenen Antriebstechnologien geben.“

Interview mit Klaus Edelsbrunner, Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels:

Die Branche jubelt über das zweitbeste Jahr. Weichen also die Sorgenfalten den Lachfalten?
Nein, nicht zwangsläufig. Natürlich freuen wir uns alle sehr über dieses wirklich großartige 2017er-Jahr. Aber das heißt nicht, dass man sich auf diesem Erfolg ausruhen kann. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Mit den neuen Pkw, die in den vergangenen zwei, drei Jahren verkauft wurden, kamen Technologien auf die Straße, die Quantensprünge bedeuten. Wir müssen uns also darauf vorbereiten, diese Hightech-Autos auch entsprechend servicieren und warten zu können.

Neue Technik bedeutet also Investitionen…
Ganz genau. Es braucht das nötige Equipment und intensive Mitarbeiter-Qualifikation.

Weg von den neuen, hin zu den alten Pkw. Wie verunsichert sind die Kunden, wenn es um Diesel geht, wirklich?
Eine Unsicherheit ist da, keine Frage. Umso stärker haben wir uns deshalb als Branchenvertretung dafür eingesetzt, dass es keine Fahrverbote für ordnungsgemäß zugelassene Fahrzeuge geben darf. Jetzt haben wir die schriftliche Zusage des Bundeskanzlers erhalten, dass bestehende Diesel „nicht angegriffen“ werden.

Das sagen die steirischen Autohändler:

Simone Ruess, Toyota Baumann, Stainach: „Wir sind zufrieden. Bei Peugeot waren SUV gefragt. Insgesamt haben wir viele Dieselfahrzeuge verkauft, auch wenn die Verunsicherung steigt. Bei Toyota waren besonders Hybrid und kleinere Autos gefragt.“

Andreas Oberbichler, Geschäftsführer Mercedes Pappas Steiermark: „Es war ein Rekordjahr für Pappas Steiermark. Erstmalig konnten über 5.000 Fahrzeuge verkauft werden, das entspricht einer Steigerung von knapp 20 Prozent.“

Peter Jagersberger, Geschäftsführer des gleichnamigen Autohauses: „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung unserer Standorte, es war das stärkste Jahr unserer Firmengeschichte. Besonders gefragt sind zurzeit Nutzfahrzeuge und SUV.“

Von Veronika Pranger

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