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„Ausländer“ möchten im Taxigeschäft Platz nehmen

„Uber“ kreuzt zunehmend die Fahrwasser der heimischen Taxiunternehmen. Mietwagen versus Taxi, so lautet der Schlachtruf.

Uber-Fahrer dürfen keine Kunden auf der Straße aufnehmen und befördern.
© Adam Isfendiyar - Fotolia Uber-Fahrer dürfen keine Kunden auf der Straße aufnehmen und befördern.

Man darf von einem Krimi sprechen, der sich zur Zeit in Wien abspielt. Da die amerikanische Firma Uber mit Sitz in Holland immer mehr Mietwagenunternehmer auf ihre Seite zieht und damit via App Taxifahrten vermittelt, steigen jetzt die Taxiunternehmer österreichweit auf die Barrikaden. Ein erwirktes Fahrverbot in Wien hat in der vergangenen Woche nur kurzzeitig Wirkung gezeigt, nach langem Hickhack stehen die Fahrer für die ausländische Vermittlungszentrale wieder im (Taxi-)Einsatz.

Der Arm des Gesetzes scheint zu kurz, um den Anbieter aus Holland außer Gefecht zu setzen, weiß auch Sylvia Loibner, Fachgruppenobfrau Beförderungsgewerbe mit Personenkraftwagen: „Langfristig können wir die Branche nur mit einer Vereinheitlichung der Gewerbe Taxi und Mietwagen absichern“, fasst Loibner die Forderung der WKO zusammen, die bereits im Ministerium eingebracht wurde und für die sich die Steiermark besonders stark macht. Bis es aber so weit ist, wird die Vermittlungszentrale Uber weiter im heimischen Fahrwasser aktiv sein. Im Klartext werden von dieser Verträge mit heimischen Mietwagenunternehmen abgeschlossen, um Taxifahrten abzuwickeln, die meist unter dem handelsüblichen Preis liegen. Der Kunde bezahlt direkt an den europäischen Standort in Holland, wo 25 Prozent des Fahrtpreises einbehalten werden und 75 Prozent an das rot-weiß-rote Unternehmen gehen. Versteuert werden die Umsätze von Uber in Österreich natürlich nicht. 

WKO will klagen: Unlauterer Wettbewerb

„Die WKO erwägt daher auch eine Klage wegen unlauteren Wettbewerbs. Uber soll in Österreich einen Standort anmelden und hier Steuern zahlen“, fordert Loibner. Was die 878-Chefin noch ärgert, ist die Tatsache, dass Uber-Taxifahrer quasi illegal unterwegs sind: „Sie haben keine Prüfung, für die unsere Fahrer viel lernen müssen, keinen Ausweis, der ihre Unbescholtenheit nachweist oder sie als Personenbeförderer auszeichnet, und sie müssen sich an keine festgelegten Fahrpreise halten.“ 

Mietwagenunternehmer sind keine Taxler

Mietwagenunternehmer sind autorisiert, bestellte Fahrten (für Hochzeiten, Schulgruppen, Kranke etc.) abzuwickeln, und müssen nach Erledigung wieder an den Firmenstandort zurückfahren. „Und dürfen keinesfalls, so wie es Uber tut, Taxikunden unterwegs einfangen“ kritisiert Loibner, die auch vor Preisfallen warnt: „Auch wenn Uber als Dumpinganbieter gilt, wir haben schon Fälle erlebt, wo für acht Kilometer ein Fahrtpreis von 160 Euro gefordert wurde. Vorsicht also, vor allem auch, weil es in Uber-Mietwagen keine Fahrtpreisanzeiger gibt, die in heimischen Taxis Pflicht sind.“

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