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Ausblick auf 2018

Die Vorzeichen für das Wirtschaftsjahr 2018 sind gut: Der Konjunkturmotor brummt wie lange nicht, die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Was sonst an wichtigen Neuerungen auf die Unternehmer zukommt, erfahren Sie hier im Überblick.

Bildung, Konjunktur, Beschäftigung und Co.: Was bringt das Neue Jahr der Wirtschaft?
© Netzer Johannes - stock.adobe.com Bildung, Konjunktur, Beschäftigung und Co.: Was bringt das Neue Jahr der Wirtschaft?
Wirtschaft wächst kräftig:

Österreichs Wirtschaft wird heuer kräftig wachsen. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartet für 2018 ein Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent. Das Wifo (Wirtschaftsforschungsinstitut) geht von einem Plus von 3,0 Prozent aus, das IHS (Institut für Höhere Studien) sagt einen Zuwachs von 2,7 Prozent aus. Getrieben wird der kräftige Aufschwung in Österreich durch eine spürbare Exportdynamik – gestützt von einer lebhaften internationalen Konjunktur und einer starken Inlandskonjunktur. Der Aufschwung festigt sich und geht in die Breite. Auch die Lage auf dem heimischen Arbeitsmarkt verbessert sich 2018 weiter, laut Wifo soll die Arbeitslosenquote dieses Jahr auf 5,4 Prozent sinken.

Bildung & Internationalisierung:
Um den wachsenden Fachkräftemangel einzudämmen, hat die Wirtschaftskammer­organisation die Initiative ergriffen: Mit dem Angebot von 100 Bildungspfaden in Aus- und Weiterbildungsinstituten der WKO wird es möglich, von der Lehre bis zum Hochschul-Abschluss eine durchgängige Aus- und Weiterbildung zu absolvieren. Derzeit liegen bereits 65 Bildungspfade ausformuliert vor, die übrigen werden demnächst ergänzt. Ein weiterer Eckpfeiler für die Zukunft sind die Abkommen der WKO mit renommierten Universitäten weltweit (darunter Stanford, Harvard, MIT und die ETH Zürich), die den heimischen Betrieben den Zugang zu Innovationen sichern sollen. Abkommen mit weiteren Unis folgen.

Kein absolutes Rauchverbot:
Das absolute Rauchverbot in der Gastronomie soll nach einem Beschluss der neuen Regierung nicht mit 1. Mai 2018 in Kraft treten. Somit haben Wirtinnen und Wirte weiterhin die Möglichkeit, abgetrennte Räumlichkeiten des Lokals als Raucherbereich zu betreiben. Geplant ist auch eine Beibehaltung des Wahlrechts zwischen Raucher- und Nichtraucherlokal für kleine „Einraumbetriebe“. Die im Regierungsprogramm vorgesehene Abgabe für Verabreichungsplätze im Raucherbereich wurde infolge des entschiedenen Vorgehens des Fachverbandes Gastronomie wieder gestrichen. Als flankierende Maßnahme sehen die Pläne der ÖVP-FPÖ-Koalition eine Verstärkung des Jugendschutzes vor. Kinder und Jugendliche sollen sich künftig nicht mehr im Raucherbereich aufhalten dürfen.

Maßnahmen für Arbeitsmarkt:
Die neue Bundesregierung hat zwei arbeitsmarktrelevante Maßnahmen beschlossen: Zum einen wird der „Beschäftigungsbonus“ redimensioniert. Danach können Unternehmen, die ab dem 1. Juli 2017 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, einen Zuschuss zu den Lohnnebenkosten über die Dauer von bis zu drei Jahren und in Höhe von 50 Prozent erhalten. Das betrifft Lohnnebenkosten, die der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber entstehen (Dienstgeberbeiträge). Unternehmer, die davon profitieren möchten, sollten rasch sein: Entsprechende Anträge können noch bis 31. Jänner gestellt werden. Zum anderen wurde auch das Aus für die „Aktion 20.000“ beschlossen, die bereits mit 31. Dezember 2017 ausgelaufen ist. Mehr Infos unter: www.beschaeftigungsbonus.at

Mehr Krankengeld:
Für Kleinunternehmer wird das finanzielle Risiko im Krankheitsfall gesenkt. Derzeit gibt es für Selbständige Krankengeld ab dem 43. Tag für die Dauer von 20 Wochen. Künftig wird Krankengeld bei lang andauernder Krankheit ab dem 43. Tag rückwirkend ab dem vierten Tag der Arbeitsunfähigkeit gewährt. Die Regelung gilt für EPU und Kleinbetriebe mit nicht mehr als 25 Angestellten, die tägliche Unterstützungsleistung beträgt 29,93 Euro ab dem 1. Jänner 2018. Die Neuregelung tritt mit 1. Juli 2018 in Kraft und ist zunächst auf vier Jahre befristet.

Aus für 500-Euro-Note:
Gegen Ende des nächsten Jahres wird die Europäische Zentralbank (EZB) keine 500-Euro-Scheine mehr ausgeben. Mit der Abschaffung des größten Geldscheines der Gemeinschaftswährung wollen die Währungshüter dafür sorgen, dass Terrorfinanzierung und Geldwäsche künftig besser und effizienter bekämpft werden können. Die im Umlauf befindlichen 500-Euro-Scheine bleiben aber weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel und sollen unbegrenzt umtauschbar sein. Stattdessen sollen in Zukunft mehr 200-Euro-Scheine gedruckt werden.

Sonstige Neuerungen:
Ob Datenschutz-Grundverordnung, vereinfachte GmbH-Gründung oder Forschungsprämie und Luftreinhalteverordnung: Auf die weiß-grünen Unternehmer kommen mit dem neuen Jahr eine Menge Neuerungen zu. Einen kompakten Überblick über die wichtigsten Gesetzesänderungen aus dem Arbeits- und Steuerrecht bis zum Wirtschaftsrecht bietet eine Veranstaltung des WKO-Rechtsservice im Europasaal der WKO Steiermark am 31. Jänner.

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