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Aus Voitsberg und Bärnbach wird eine „Weststeirer-City“

Die beiden Städte wollen bis Ende 2019 fusionieren und erfüllen damit (zum Teil) eine langjährige Forderung der Wirtschaft.

Paukenschlag in der Weststeiermark: Die beiden Städte Bernbach und Voitsberg wollen bis Ende 2019 fusionieren.
© Robert Cescutti Paukenschlag in der Weststeiermark: Die beiden Städte Bernbach und Voitsberg wollen bis Ende 2019 fusionieren.

Voitsberg. Paukenschlag in der Weststeiermark: Die Bürgermeister von Voitsberg und Bärnbach – Ernst Meixner und Bernd Osprian – gaben am Mittwoch bekannt, dass sie die längst zusammengewachsenen Städte bis Ende 2019 fusionieren wollen. „Der Ursprung geht auf das Jahr 2009 zurück: Die fünf Kernraumgemeinden sollten zu einer Gemeinde zusammenwachsen. Diese Idee werden wir auch weiterhin verfolgen. Das ist der erste Schritt dazu“, sagte Meixner. 

Bei der Wirtschaft läuft er damit offene Türen ein. „Wir fordern schon seit Jahren, dass die Kernraumgemeinden zu einer Weststeirer-City fusioniert werden sollen. Leider wurde bei der Gemeindestrukturreform diese Chance noch vertan“, sagt Gerhard Streit, Leiter der WKO-Regionalstelle in Voitsberg. Er betont jedoch, dass das volle Potenzial des „Kernraumes“ nur gehoben werden könne, wenn man auch Köflach, Rosental und Maria Lankowitz mit ins Boot brächte. Das betont auch der WKO-Steiermark-Vizepräsident, der Voitsberger Andreas Herz: „Die Weststeirer-City ist am sinnvollsten, wenn sie alle Kernraumgemeinden umfasst. So würde eine Stadt mit knapp 30.000 Einwohnern und damit die zweitgrößte Stadt der Steiermark entstehen“, so Herz, der damit vor allem die finanziellen Vorteile anspricht: Wie schon eine Studie des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung im Jahr 2011 zeigte, ließen sich allein durch den Finanzausgleich, in dem bevölkerungsstärkere Städte im Verhältnis bevorzugt werden, jährlich mehrere Millionen Euro zusätzlich für eine Weststeirer-City lukrieren. Außerdem brächte eine Fusion weniger Bürokratie, effizientere Abläufe in der Behörde und nicht zuletzt eine deutlich bessere Wirtschafts- und Raumplanungsstrategie.

Übrigens: Der Paukenschlag in Voitsberg war auch auf der anderen Seite des Gaberls noch zu hören. So schöpft Norbert Steinwidder, Obmann der WKO-Regionalstelle Murtal, aufgrund der Voitsberger Pläne neue Hoffnung für die „Aichfeld-Stadt“. „Wir können auch im Murtal nicht auf die zusätzlichen Mittel und zahlreichen Vorteile verzichten. Die Fusion zur Aichfeld-Stadt ist auch bei uns der richtige Weg.“

Von Klaus Krainer

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