th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

August Pfister ist Feldbachs liebenswürdiger „Kino-Opa“

1947 eröffnete Kinopionier August Pfister sein erstes Lichtspielhaus. Noch heute,  mit stolzen 94 Jahren, verkauft er jedes Ticket selbst.

August Pfister mit seiner „Zukunftshoffnung“, Enkelin Kathrin.
© kk August Pfister mit seiner „Zukunftshoffnung“, Enkelin Kathrin.

Südoststeiermark. Es gibt Dinge, auf die man sich im Leben verlassen kann. Zum Beispiel, dass im Feldbacher Kino August Pfister höchstpersönlich aufsperrt, Karten und Snacks verkauft und dann den Film für seine Besucher startet. Seit 1947 ist das schon so: Damals brachte der heute 94-Jährige das Kino in die Südoststeiermark, damals noch in den „Gewerbesaal“. Später siedelte man in die Bürger-, 1973 schließlich in die Vogelsanggasse, wo ein Saal mit 256 Plätzen noch heute bestens in Schuss ist. 1998 baute Pfister einen zweiten Saal mit 85 Plätzen dazu. Dieser ist jedoch derzeit nicht in Betrieb, weil die Modernisierung der Technik zu teuer ist.

Das Kino ist nämlich ohnehin schon Pfisters „Sparkassa“: „Es ist mein Hobby. Meine Frau schimpft eh immer mit mir, weil ich mein ganzes Geld ins Kino stecke, aber es ist für mich Kultur. Ich würde mir wünschen, dass auch die Stadt Feldbach etwas mehr dafür übrig hätte“, meint Pfister. Seit 71 Jahren steht der liebenswürdige Unternehmer persönlich an der Kinokasse und spielt seine Filme auch, wenn es halt einmal nur zwei Besucher gibt. „Die Leute fahren ja extra zu uns her. Soll ich jemandem, der extra aus Jennersdorf kommt, sagen, dass er wieder heimgehen soll?“

Enkelin Kathrin Pammer – sie ist Geschäftsführerin im „Kino-Café“ – zeigt sich vom Engagement ihres „Kino-Opas“ jedenfalls beeindruckt. „Er sperrt täglich das Café auf, er macht auch die Buchhaltung. Ich darf nicht einmal ein Kinoplakat tauschen. Er steigt mit seinen 94 Jahren immer noch selber auf die Leiter“, erzählt Pammer. Für Pfister ist seine Enkelin jedenfalls die  „Zukunftshoffnung“ für das Kino. „Aber so lange ich lebe, mache ich es selber. Ich gehe zwar schon schwer, aber ins Kino gehe ich immer.“

Von Klaus Krainer.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Unternehmen
Der Gast bekommt bei McDonald’s in Bezug auf digitale Systeme nur die Spitze des Eisbergs zu sehen – die Usability steht im Vordergrund.

McDonald’s setzt auf „DigMac-Menüs“

Die Systemgastronomie zeigt vor, wie man die Digitalisierung wirtschaftlich nutzen kann: Ein Lokalaugenschein bei McDonald’s. mehr

  • Unternehmen
Helmut Köberl und Reinhold Frosch (v.l.): „Der riesige RFID-Markt bietet viele Nischen für KMU. Aus einer solchen startend, haben wir uns zu einem der führenden High-End-Anbieter im Bereich HF- und LF-RFID entwickelt.“

Dieser Poker geht an RFID-Know-how aus Graz

Von Pokerchips in Las Vegas über königliche Kamele bis hin zur Goldminen-Zutrittskontrolle im Oman: Die RFID-Experten von „freaquent“ tracken einfach alles. mehr

  • Unternehmen
Alfred und Franz Pierer mit ihrer Großfamilie.

Ein Familienclan regiert die Teichalm

Urlaub auf höherer Ebene verspricht die Familie Pierer ihren Gästen auf der Teichalm seit 125 Jahren. Ein Grund zum Feiern. mehr