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Aufbruch in ein neues Zeitalter

Die Einführung des Mobilfunkstandards der fünften Generation – 5G – bringt künftig ultraschnelles Internet auch in die entlegendsten Täler. Das eröffnet zahlreiche neue Chancen, kostet aber auch etwa zehn Milliarden Euro.

20 Gigabit Daten pro Sekunde sollen im Idealfall bei Vollausbau mit 5G übermittelt werden können.
© Tierney – stock.adobe.com 20 Gigabit Daten pro Sekunde sollen im Idealfall bei Vollausbau mit 5G übermittelt werden können.

Der Start für neue Technologien ist oft der Beginn großer Veränderungen, und meist ist es sogar so, dass nicht einmal Experten zu diesem Zeitpunkt genau wissen, in welche Richtung sich die neuen Möglichkeiten wirklich entwickeln. Als Apple im Jänner 2007 mit dem iPhone das erste Smartphone mit Touchdisplay vorstellte, war das so ein Wendepunkt: Smartphones wurden innerhalb weniger Jahre zum zentralen Kommunikationsmittel der Menschheit, was auch Zahlen belegen: 2007 wurden weltweit „nur“ 122 Millionen Smartphones verkauft – 2018 waren es laut Statistikdienst „Statista“ bereits knapp 1,6 Milliarden.

Zum Durchbruch verholfen hat eine neue Technologie – das Touchdisplay.
Nun steht die Welt neuerlich an einem dieser Punkte: Mit der Einführung des neuen Mobilfunkstandards „5G“ soll bis Anfang der 2020er-Jahre in Österreich ultra­schnelles Internet mit dem Handynetz bis ins letzte Tal kommen.

Die neue Technologie eröffnet dabei auch völlig neue Möglichkeiten, wie Kurt Reichinger von der Telekom-Regulierungsbehörde RTR bei einer Enquete in der WKO Steiermark zum Thema in der vergangenen Woche betonte. „5G wird zum Kommunikationsträger für einfach alles: Entertainment, Maschinenkommunikation, autonome Fahrzeuge, Smart Cities und vieles mehr.“ Seine Behörde hat unlängst die ersten Frequenzbereiche an Telekommunikationsanbieter versteigert. „Hier geht es vor allem darum, den Unternehmen einen frühen Einstieg in das Thema zu ermöglichen, sozusagen um Playgrounds zu schaffen, die die Technologie vorantreiben sollen“, so Reichinger. Das war T-mobile, A1, Hutchinson-Drei – aber auch der Holding Graz – in Summe zuletzt bereits 188 Millionen Euro wert.

Vorausschauend lassen sich vor allem drei Haupttrends erkennen: Zum einen wird der neue Mobilfunkstandard deutlich schnellere Internetverbindungen auf alle Devices bringen – so weit, so klar. Immer wichtiger werden jedoch Machine-to-Machine-Kommunikationen sowie der Bereich „Internet of Things“ (IoT): In diesen beiden Segmenten erwarteten sich die Experten bei der Enquete einen enormen Schub. „Ziel ist es, im 5G-Netz eine Million Geräte pro Quadratkilometer anzubinden“, erklärte etwa Sascha Zabransky von A1. 

Das werden nicht nur Smartphones und Tablets sein, sondern neben Industriemaschinen auch alle denkbaren Haushaltsgeräte: Es wird in Zukunft de facto kein neues Gerät mehr geben, das nicht über irgendeine Schnittstelle ans Internet angeschlossen wird. Das schafft völlig neue Möglichkeiten, etwa im Bereich Remote Diagnostics, aber auch in der Energieeffizienz und bei „Smart Homes“.

Voraussetzungen kosten zehn Milliarden Euro


Um jedoch die Vision des flächendeckenden „Internet of Things“ umsetzen zu können, sind in Österreich in den kommenden Jahren noch Investitionen in Höhe von rund zehn Milliarden Euro nötig. „Um die Potenziale der neuen Technologie 5G ausschöpfen zu können, brauchen wir ein engmaschiges Glasfasernetz“, betonte Gerd Gratzer, beim Land Steiermark zuständig für den Ausbau der Breitbandinfrastruktur.

Als eines der wenigen Länder der Welt habe Österreich eine (Regierungs-)Strategie zu 5G und zähle hier international wirklich zu den Vorreitern. Ein nicht unwesentlicher Teil der Investitionen wird dabei von der Wirtschaft getragen. So geht etwa Elisabeth Rettl von Hutchinson-Drei Austria davon aus, dass allein ihr Unternehmen in den kommenden Jahren eine Milliarde Euro ins Netz investieren wird müssen.


Statements der Experten:

Wolfgang Schinagl, Technische Infrastruktur (WKO): „Um Herausforderungen wie IoT und Maschinenkommunikation zu stemmen, brauchen wir eine gute Strategie.“

Elisabeth Rettl, Hutchinson-Drei Austria: „Der neue Mobilfunkstandard 5G macht uns flexibler: Es gibt nicht mehr nur ein Netz für alle und alles, das Netz kann künftig aufgeteilt werden – wir sprechen hier von Slicing. Das bringt völlig neue Möglichkeiten mit sich. Wir gehen davon aus, dass wir eine Milliarde Euro investieren müssen.“

Gerhard Greiner, Alp.Lab: „5G spielt für das autonome Fahren indirekt eine große Rolle: Zwar werden die Fahrzeuge ihre Entscheidungen selbständig treffen und nicht von einer Datenverbindung abhängig sein. Jedoch brauchen wir 5G, um Umgebungsdaten de facto ohne Latenz an die Fahrzeuge zu übermitteln.“

Erich Leitgeb, TU Graz: „Die technischen Möglichkeiten sind auch mit dem neuen Standard 5G bei weitem nicht ausgereizt. Der auf 5G folgende Standard 6G wird sich ab ca. 2030 dann wohl bereits im Optical-Bereich bewegen, also Glasfaser-Geschwindigkeiten auch über Mobilfunk ermöglichen.“

Alle Infos zur Veranstaltung im Netz:

Die gesamte Veranstaltung kann online als Video abgerufen werden. Ebenfalls verfügbar sind die Präsentationen der Speaker: https://bit.ly/2F294yL.


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