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Auch Großzügigkeit ist ein Geschenk

Das Verhältnis Unternehmer-Mitarbeiter orientiert sich nicht nur an Gesetzen. Viele Chefs sind sehr großzügig, wenn es um freiwillige Leistungen geht.

Geld und Packerl
© astrid gast,stock.adobe Abseits vom (Arbeits-)Recht zeigen sich viele Unternehmer nicht nur zu Weihnachten sehr „großzügig“.

Nicht nur zu Weihnachten zeigen sich Unternehmer mit Geschenken und Weihnachtsfeiern großzügig. Auch während des Jahres sind viele Arbeitgeber ganz und gar nicht kleinlich. Karin Loh, Expertin im WKO-Rechtsservice, hat sechs Goodies herausgepickt, die als ausgesprochen„großzügig“ zu werten sind, weil dazu gesetzlich keine Notwendigkeit besteht. 

  1. Freizeit zu Weihnachten und zu Silvester: Es gibt Kollektivverträge, die vorsehen, dass Mitarbeiter am 24. 12. und 31. 12. ab Mittag bezahlt frei bekommen. Wenn Beschäftigte am Heiligen Abend und zu Silvester jeweils den ganzen Tag eine Auszeit genießen möchten, dann müssen sie generell dafür zwei Urlaubstage opfern. Es gibt aber viele „großzügige“ Unternehmer, die für diese beiden speziellen Tage im Jahr gesamt nur einen Urlaubstag einfordern und damit wertvolle Freizeit schenken. 
  2. Bonus zum Jahresende. Viele Unternehmen schütten am Ende des Jahres für ausgezeichnete Arbeit Boni aus. Loh dazu: „Wichtig ist es für alle großzügigen Chefs, dass sie den Boni den Zusatz mit Anspruchs- und Widerrufsvorbehalt anfügen, damit daraus langfristig kein Anspruch erwächst.“ 
  3. Arztbesuche und Pflegefreistellung: Grundsätzlich sind Arztbesuche – sieht man von akuten Problemen oder von Notfällen ab – ausschließlich in der Freizeit zu erledigen. Es ist der Großzügigkeit der Unternehmer zuzuschreiben, wenn sie diese Arztbesuche auch während der Arbeitszeit gestatten und damit auch bezahlen. Beim Thema Pflege sieht das Gesetz eine Woche Pflegefreistellung zur Betreuung naher kranker Angehörigen vor, eine zweite Woche, wenn es sich um Kinder unter zwölf Jahren handelt. Sind diese Zeiten ausgeschöpft, müssen die pflegenden Angehörigen Urlaub nehmen. Es gibt aber großzügige Arbeitgeber, die Mitarbeitern auch darüber hinaus bezahlte Freizeit gewähren. 
  4. Fahrtkosten. Die Kosten für den Weg von und zur Arbeitsstelle sind grundsätzlich selbst zu berappen. Es ist sehr großzügig, wenn die Chefs Fahrtkostenzuschüsse leisten oder den Beschäftigten Jobtickets finanzieren.
  5. „Fit im Job“: Die Initiativen rund um den gesunden Arbeitsplatz werden inhaltlich sehr breit gefasst. Sie reichen von der gesunden Jause über (z. B.) Rückenschulungen bis zum Verleih von Fahrrädern für Geschäftstermine. Viele dieser Leistungen werden gratis angeboten, was diese Arbeitgeber als ausgesprochen „großzügig“ adelt.
  6. Das Arbeitszeitmodell der Gleitzeit. Arbeitszeiten sind im Dienstvertrag grundsätzlich fest geschrieben. Der Arbeitgeber kann aber mit den Mitarbeitern schriftlich vereinbaren, von diesen abzugehen. Das Ergebnis ist ein großzügiges Arbeitszeit-Modell, besser bekannt als  Gleitzeit. Loh: „Die Mitarbeiter übernehmen damit Eigenverantwortung, indem diese Beginn und auch Ende der Dienstzeit im Gleitzeitrahmen selbst definieren können. Man spricht vom sogenannten Selbsteinteilungsrecht, das gesetzlich nicht verankert ist, sondern eine weitere großzügige Geste der Arbeitgeber ist.“ 

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