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App macht Industrie virtuell erlebbar

Digitalisierung im Klassenzimmer: Per „Explore Industry“-App werden Lehrmaterialien in Schulen zum Leben erweckt.

Bild einer App am Smartphone
© Die Industrie Das neue Tool holt den Betriebsbesuch virtuell ins Klassenzimmer.

In den heimischen Industrieunternehmen fehlen bereits jetzt 2.000 Fachkräfte und auch 1.300 Lehrstellen in über 160 industriellen Ausbildungsbetrieben warten aktuell landesweit auf interessierte Bewerber. Und um an die so begehrten Lehrlinge zu kommen, werden seit Jahren zahlreiche Aktivitäten und Initiativen forciert. Insbesondere das Thema Digitalisierung sei hier ein Schwerpunkt, der immer weiter ausgebaut werde und mit dem man verstärkt in die Schulen gehe, erklärt Industrie-Geschäftsführer Jürgen Steinecker.

Jüngster Ansatz, die moderne heimische Industrie gerade bei potenziellen Nachwuchskräften besser – und digital – in Szene zu setzen, ist die nun von der Sparte gemeinsam mit der Industriellenvereinigung (IV) vorgestellte Industrie-App „Explore Industry“, die ab sofort kostenlos im Google-Playstore bzw. im App-Story bereitsteht.

Die Produktionshalle wird per App virtuell

Die Intention dahinter ist klar: Wer der Jugend von heute die Themen der Zeit näherbringen will, der muss auch entsprechend mit der Zeit, besser gesagt mit der Technik der Zeit, gehen. „Dieses Tool holt den Betriebsbesuch virtuell ins Klassenzimmer. Alles was die Pädagogen dazu benötigen, ist das Industrieplakat“, erzählt IV-Geschäftsführer Gernot Pagger.

Halten die Schüler Smartphone oder Tablet über die ausgewiesenen Ankerpunkte, erwachen die Felder dank Augmented und Virtual Reality zum Leben: Interaktive Elemente motivieren die Jugendlichen, Aufgaben zu lösen und so spielerisch an eine breite Palette an Informationen – vom Produktionsablauf, den zahlreichen zugehörigen Berufsbildern bis hin zur Internationalisierung – zu gelangen. „Die Digitalisierung kann so auch in der Pädagogik einen deutlichen Mehrwert schaffen“, unterstreichen Steinecker und Pagger.

Interaktive Hilfsmittel

Dass dieses interaktive Hilfsmittel dazu beitrage, der jungen Generation das für die Wirtschaft so wichtige Thema der Digitalisierung „schmackhaft“ zu machen, davon ist auch Spartenobmann Max Oberhumer überzeugt. „Digitalisierung darf nicht als losgelöstes Phänomen verstanden werden, sie nimmt Einfluss auf Bestehendes, verändert Abläufe und erfordert oftmals eine neue Herangehensweise. Die modernen Ausbildungskonzepte unserer steirischen Unternehmen vermitteln digitale Methoden, Prozesse und Technologien und  machen Mitarbeiter wie auch die Unternehmen zukunftsfit.“

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