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Starke "Anziehungskraft" für internationalen Automarkt

Von VW bis Tesla: Seit 50 Jahren werden in Eibiswald Magnete und Ventile für den weltweiten Automotivemarkt gefertigt.


Kein Daimler ohne Magnete aus Eibiswald: Hier wird seit fünf Jahrzehnten am Erfolg „gewickelt“.
© chriszenz Kein Daimler ohne Magnete aus Eibiswald: Hier wird seit fünf Jahrzehnten am Erfolg „gewickelt“.

1911 gründete der Deutsche Wilhelm Binder die gleichnamige Firma, heute zählt Kendrion IMS rund 2.500 Mitarbeiter, hält Niederlassungen auf drei Kontinenten und entwickelt, fertigt und vertreibt rund um den Globus hochwertige elektromagnetische Systeme und Komponenten für industrielle bzw.automotive Anwendungen.

Doch wer hätte gewusst, dass die Steiermark für diesen Welterfolg mitverantwortlich zeichnet? Konkret ist es das 1969 in Eibiswald aus der Taufe gehobene (ehemalige) Binder-Magnete-Werk. Denn so gut wie kein europäisches OEM kommt mehr ohne die kleinen, aber höchst feinen Magnet- bzw. Ventilentwicklungen made in Styria aus – etwa, wenn es darum geht, die Parkposition im Automatikgetriebe zu halten, den Fahrkomfort einzustellen, die Lichtklappen bei Scheinwerfern zu aktivieren oder auch die Wasserstoffauslassventile zu steuern. Rund sieben Millionen Stück dieser so wichtigen  und im wahrsten Sinne des Wortes „anziehenden“ Automotivedevices laufen im südsteirischen Werk pro Jahr vom Band.

Fahrwerksdämpfung

„Von VW über Mercedes bis hin zu Ferrari, Tesla oder Maserati, wir beliefern sie alle“, erzählt Klaus Pichler, der die Geschäftsführung pünktlich zum heurigen Fünfzig-Jahr-Jubiläum übernahm. „70 Prozent unseres Umsatzes werden mit Ventilen für die Fahrwerksdämpfung gemacht“, verrät er, „Hier sind wir Innovationsträger in der Kendrion.“ Und dafür investiere man laufend, nicht nur in die Erweiterung des vollautomatisierten Maschinenparks, „sondern vor allem in die Aus- und Weiterbildung unserer 150 Mitarbeiter“.

Das sei nötig, denn die Automotiveindustrie unterziehe sich aufgrund von Digitalisierung und der Suche nach alternativen Antriebstechniken einem enormen Wandel. „Der größte Impact kommt aus dem Bereich des autonomen Fahrens. Wir müssen unsere Produkte dafür technologisch neu denken“, erklärt Pichler und verdeutlicht: „Heute ist ein Ventil ein relativ einfaches Maschinenbauteil, in Zukunft aber wird es mit intelligenten Sensoren versehen sein.“ Deshalb arbeite man mit Hochdruck daran, die dafür nötigen Kompetenzen im Unternehmen aufzubauen, um den Standort zukunftsfit zu machen.

Stichwort Zukunft: Die aktuellen internationalen Probleme der Automotivebranche sowie die generelle Eintrübung der Konjunktur hätten längst auch die Steiermark erreicht, betont Pichler. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, das letzte Quartal war allerdings sehr ernüchternd“, erklärt der Geschäftsführer. „Wir gehen nun vorsichtig optimistisch in das nächste Jahr.“ 

Klaus Pichler
© Kendrion Klaus Pichler


Klaus Pichler, Kendrion-CEO: „Know-how, Mitarbeiter und Maschinen: Dem Wandel in der Automotivewelt begegnen wir mit Investitionen.“

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