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Alte Technik für Haus der Zukunft

Holzgitter, Stroh, Lehm und ein Faible für Architektur: Maximilian Schade und Fritz Walter entwickelten mit altem Wissen ein modernes Öko-Gebäude.

Strohhaus 2.0: Maximilian Schade und Fritz Walter (v.l.)
© Kanizaj Marija Strohhaus 2.0: Maximilian Schade und Fritz Walter (v.l.)
Besucher des Freilichtmuseums Stübing staunten heuer nicht schlecht, als sich inmitten historischer Höfe eine Truppe junger „Häuslbauer“ mit gebogenen Buchenholzleisten und 360 Strohballen ans Werk machte, um ein, zugegebenermaßen futuristisch anmutendes, Gebäude zu errichten. Holzgitter als Tragskelett, Stroh als Dämm- respektive Speichermaterial, das Ganze noch verputzt mit Lehm und oben drauf ein Schindeldach: Aber nein, die beiden Diplomingenieure der Architektur Maximilian Schade und Fritz Walter hatten hier nicht im Sinn, ein altes Haus nachzubauen, sondern mittels jahrhundertelang bewährtem Know-how und technologischer Expertise der Gegenwart die Zukunft des Wohnens darzustellen.
„Ziel war es, dieses alte Wissen mit dem Anspruch moderner Architektur zu verbinden, um so das wohl ökologischste Haus der Gegenwart zu realisieren“, erzählt Schade und hat beeindruckende „Öko-Zahlen“ parat: So benötige der dank Holzgitterkonstruktion ausgewiesene Leichtbau bis zu 90 Prozent weniger Herstellungsenergie, die Materialien Stroh bzw. Lehm sind zudem nicht nur regional verfügbar, sondern auch meist „Abfall“ in der Land- und Bauwirtschaft, dank perfekter Symbiose aus Lehm und Stroh erfülle man Passivhaus-Standards und zu guter Letzt lasse sich das Gebäude am Ende seiner Lebenszeit einfach „recyceln“.

Klingt beeindruckend, und ist es auch – wobei nicht nur die an der höchsten Stelle rund fünf Meter Raumhöhe gemeint sind. „Das Referenzprojekt, das wir gemeinsam mit proHolz Steiermark in Stübing errichtet haben, hat international für Aufsehen gesorgt“, freut sich Schade über den großen Zuspruch und betont, dass umfassend ökologisches Bauen nach wie vor eine Nische sei. „Wir wollen mit unserem Konzept eine Ikone der wirklich nachhaltigen und materialschondenden Bauwirtschaft schaffen.“
Konzipiert ist „Strohboid“ als Chalet für den Tourismus wie den gehobenen Privatbereich. Auf zwei Ebenen bietet dieses Ferienhäuschen der Premiumklasse rund 60 Quadratmeter Wohnfläche. Bleibt also nur die Frage offen, wann man einziehen kann. „Wir sind startklar – im Frühjahr wird ausgegründet.“

Quergefragt:

Es gibt auch Eventzelte…
Ja. Die Holzkonstruktion, die bis zu zehn Tonnen trägt, wird dabei mit Segeltuch bespannt.
Was ist das Motto?
Mit der Natur zu arbeiten, ist intelligenter als gegen sie.
Was bedeutet Strohboid?
…einfach: Stroh und Parabolid.

Alle weiteren Infos: www.strohboid.com

Von Veronika Pranger

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