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Ärztinnen mit zuckersüßer Leidenschaft

Sie sind Medizinerinnen: Doch mit dem Zuckerbäcker-Meisterbrief haben sich die Zwillingsschwestern Cartellieri einen Kindheitstraum erfüllt.

Brigitte und Monika Cartellieri mit ihren Meisterbriefen in den Händen
© Foto Fischer Mit der Lizenz für das süße Handwerk: Die Zwillingsschwestern Brigitte und Monika Cartellieri

Die besten (Unternehmer-)Geschichten schreibt das Leben. Und buchstäblich zuckersüß ist die Geschichte der Zwillingsschwestern Brigitte und Monika Cartellieri: Die beiden Ärztinnen haben sich nämlich mit Mitte 50 noch einen Kindheitstraum erfüllt – und im Doppelpack die Meisterprüfung für Zuckerbäcker absolviert. Damit haben sie die höchste Lizenz für das süße Handwerk in der Tasche – und schließen nicht aus, dass auf die medizinische Karriere noch eine unternehmerische folgt.

Passion für Patisserie

Doch alles der Reihe nach: Die Passion für die Patisserie wurde den beiden quasi in die Wiege gelegt: „Schon unsere Großmutter hat mit großer Leidenschaft gebacken“, erzählen die gebürtigen Grazerinnen. Bereits als kleine Mädchen hätte sie das süße Handwerk fasziniert – und bis heute nicht losgelassen. Als Kinder standen die beiden immer wieder mit großen Augen vor der Auslage der Konditorei Strehly in Graz: „Die Zuckergusstorten haben es uns angetan“, erinnern sie sich.

Zweiter Bildungsweg

Später schlugen die Schwestern eine ganz andere Laufbahn ein, nämlich im Bereich der Medizin:  Monika Cartellieri ist als HNO-Ärztin in Wien tätig, ihre Schwester Brigitte ist als Zahnmedizinerin der Murmetropole treu geblieben. „In unserer Freizeit haben wir aber immer gern gebacken. Doch das Zusperren einiger Traditionsbetriebe wie Leinich, Zafita oder Strehly war schließlich ausschlaggebend dafür, dass wir die Ausbildung am zweiten Bildungsweg noch machen wollten.“

Meisterleistung

Auf den Entschluss vor zwei Jahren folgte eine intensive Zeit zwischen Ordination, Wifi-Kursen und durchwachten Nächten, in denen zu Hause „geübt, geübt und nochmals geübt wurde“, wie es Monika Cartellieri ausdrückt. Da es das Ausbildungsangebot nur in Graz gab, pendelte die Ärztin regelmäßig am Wochenende und auch immer wieder abends in ihre Heimatstadt. „Es war ein Spagat, eine echte Herausforderung. Aber wir wollten uns diesen Traum erfüllen“, so Monika Cartellieri. Der Aufwand hat sich gelohnt: Kürzlich konnten die beiden frisch gebackenen Meisterinnen ihre Meisterbriefe abholen.

Ob sich die Schwestern vorstellen können, als Konditorinnen neu durchzustarten? „Im Moment haben wir noch keine konkreten Pläne, weil wir ja mitten im Berufsleben stehen und auch Ärztinnen aus Leidenschaft sind.“ Ausgeschlossen sei es aber nicht, dass auf die vage Idee eines Tages unternehmerische Taten folgen.

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