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Adventmärkte und Registrierkassen

Viele Betreiber von Adventmärkten stellen sich die Frage „Registrierkassenpflicht ja oder nein“. Die Expertin informiert.

Betreiber von Weihnachtsmärkten sollten sich rechtzeitig über eine eventuelle Registrierkassenpflicht informieren.
© pictonaut - stock.adobe.com Betreiber von Weihnachtsmärkten sollten sich rechtzeitig über eine eventuelle Registrierkassenpflicht informieren.

Von der Belegerteilungs- und Registrierkassenpflicht (seit 2016) sind Barumsätze unter bestimmten Bedingungen ausgenommen. Petra Kühberger, Expertin im WKO-Rechtsservice: „Tätigkeiten im Freien, wenn die dabei erzielten Umsätze im Kalenderjahr 30.000 Euro nicht übersteigen.“ Im Freien bedeutet, dass die Verkaufsstelle zumindest an einer Seite vollständig geöffnet und während der Geschäftszeiten nicht verschließbar ist. Darunter fallen die typischen Weihnachts-, Maroni- oder Punschstände. Weitere Voraussetzung ist, dass die Verkaufsstelle nicht in Verbindung mit fest umschlossenen Räumen steht. Dazu die Expertin: „Eine solche Verbindung ist im Allgemeinen dann anzunehmen, wenn die Verkaufstätigkeit vor dem Geschäftslokal stattfindet, wie das typischerweise bei Schanigärten der Fall ist.“ Die 30.000-Euro-Grenze gilt für alle Umsätze im Freien. Wer mehrere Stände hat, muss die Umsätze zusammenrechnen. Wird die Grenze nicht erreicht, dann darf die Tageslosung mittels Kassa­sturzes ermittelt werden. Wird die 30.000-Euro-Grenze im laufenden Jahr überschritten, müssen die weiteren Umsätze im Freien erst ab Beginn des viertfolgenden Monats nach Ablauf des Umsatzsteuervoranmeldungszeitraumes (Übergangsfrist) in der Registrierkasse erfasst werden. Kühberger: „Wurde diese Grenze bereits im vergangenen Jahr überschritten und ist die Übergangsfrist abgelaufen, dann müssen die Barumsätze des laufenden Jahres von der Registrierkasse erfasst werden.“
Wenn alle Voraussetzungen für eine Kassenpflicht gegeben sind, dann stellt sich die Frage, ob die Umsätze sofort beim Kassieren in die Registrierkasse eingegeben werden müssen oder nicht. Kühberger: „Das hängt davon ab, ob der Verkaufsstand eine Betriebsstätte darstellt. Das ist dann der Fall, wenn er durchgehend oder regelmäßig wiederkehrend voraussichtlich länger als sechs Monate genutzt wird.“ Da Weihnachts-, Punsch- und Maronistände nur für wenige Wochen aufgestellt werden, stellen sie keine Betriebsstätten dar. In diesen Fällen greift eine Erleichterungen für „mobile“ Umsätze. Es genügt, einen Zahlungsbeleg auszustellen und die Zweit-/Durchschrift erst im Geschäft nachzuerfassen.


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