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Ab 4. August fließt das Geld ins eigene Börserl

Tax Freedom Day: Bis zu diesem Tag haben die Österreicher heuer rein rechnerisch nur für den Staatssäckel gearbeitet. Von jedem Euro bleiben nur 41 Cent – die Wirtschaft fordert deshalb: „Halbe-Halbe“ ist genug.

Bis einschließlich 3. August haben die Steuerzahler heuer nur für den Staat gearbeitet. Ab dem 4. fließt das Einkommen in die eigene Geldbörse.
© lassedesignen – stockadobe.com Bis einschließlich 3. August haben die Steuerzahler heuer nur für den Staat gearbeitet. Ab dem 4. fließt das Einkommen in die eigene Geldbörse.

Exakt 215 Tage lang – also bis einschließlich 3. August – haben wir Österreicher heuer ausschließlich für den Staatssäckel gearbeitet. Erst mit 4. August – dem diesjährigen Tax Freedom Day – hat der durchschnittliche Steuerzahler genug verdient, um alle Abgaben, die im Laufe eines Jahres fällig werden, bezahlen zu können.

„Einfach gesagt heißt dies, dass wir erst ab jetzt in die eigene Tasche wirtschaften“, verdeutlicht Barbara Kolm, Präsidentin des Hayek Institutes und Direktorin des Austrian Economics Centers (AEC), das für die Berechnung verantwortlich zeichnet. Immerhin: Die Trendpfeile zeigen in die richtige Richtung, nämlich in Richtung weniger Belastung. 2017 fand der Tax Freedom Day nämlich noch am 15. August, also elf Tage später, statt. Wobei ein guter Teil dieses „Mehrverdiensts“ statistische Gründe hat. „Real“ seien es nur drei Tage, die den Steuerzahlern 2018 für ihr Börserl „gutgeschrieben“ worden seien, so die Experten. 

Diesen Trend gelte es nun nachhaltig zu stärken und forcieren, mahnen die Vorsitzenden von Junger Industrie und Junger Wirtschaft, Alfred Freiberger und Christoph Kovacic. „Wir dürfen jetzt keine Reformen mehr verschleppen. Die Belastung der österreichischen Steuerzahler muss endlich reduziert werden.“ In selbe Horn stößt auch Kolm: „Wichtige Reformen zur Stärkung des Wachstums müssen umgesetzt werden, sonst drohen in wenigen Jahren wieder neue Höchstwerte.“

"Halbe-Halbe ist genug"

Stichwort Höchstwerte: Die AEC-Berechnung des Tax Freedom Days zurück bis 1976 weist dieses erste Jahr gleichzeitig auch als bislang bestes „Ergebnis“ mit dem Stichtag 1. Juli aus. Seitdem hält sich der „Steuerzahltag“ zwischen Mitte/Ende Juli und Mitte August. Aber auch mit dem heurigen 4. August blieben von jedem verdienten Euro nur 41 Cent (!) in der eigenen Brieftasche, betonen Freiberger und Kovacic. 
Klares Ziel sei es deshalb, den „Tax Freedom Day“ bis 2020 wieder in die erste Jahreshälfte zu bewegen. Denn: „Halbe-Halbe ist genug. Die Hälfte des vom Steuerzahler erwirtschafteten Einkommens soll auch tatsächlich bei ihm bleiben.“

Wesentlichen Handlungsbedarf sehen Freiberger und Kovacic in der Bürokratie, der Altersversorgung sowie im Gesundheits- und Sozialsystem – und fordern die Regierung dazu auf, den eingeschlagenen Reformweg konsequent weiterzugehen, „denn die Belastungsfrage ist zukunfts- und standortentscheidend“. WKO-Präsident Josef Herk verweist hier insbesondere auf die Senkung der Lohnnebenkosten und der Abgabenquote: „Hier nimmt Österreich noch immer einen Spitzenplatz ein. Das ist ein Hemmschuh für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes.“

JI-Vorsitzender Alfred Freiberger (l.) und JW-Vorsitzender Christoph Kovacic fordern eine Senkung der Steuerlast.
© Foto Fischer JI-Vorsitzender Alfred Freiberger (l.) und JW-Vorsitzender Christoph Kovacic fordern eine Senkung der Steuerlast.

Statements zum Tax-Freedom-Day 2018:

"Halbe-Halbe ist genug" – Christoph Kovacic, JW-Landesvorsitzender: „Österreich braucht einen guten Ausgleich zwischen Staat und Steuerzahler. Die Hälfte des vom Steuerzahler erwirtschafteten Einkommens soll auch bei ihm bleiben. Halbe-Halbe ist genug.“

"Altlasten bremsen"Alfred Feiberger, JI-Landesvorsitzender: „Wir wollen nicht von Altlasten gebremst werden. Im Sinne der Generationengerechtigkeit müssen die Staatsausgaben reduziert und die vorhandenen Mittel zukunftsweisend eingesetzt werden.“

"Massive Einsparungen"Barbara Kolm, Präsidentin Hayek Institut: „Die Regierung hat durch erste massive Einsparungen im Budget bereits gezeigt, dass sie Refomen umsetzt. Die Steuerreform wird die Abgabenlast reduzieren und den Tax Freedom Day nach vorne rücken.“

"Reformen umsetzen"Josef Herk, Präsident WKO Steiermark: „Bei den Belastungen weisen die Trendpfeile nach unten – das ist gut so. Umso mehr gilt es, jetzt Reformen umzusetzten, um den Wirtschaftsstandort auch nachhaltig international wettbewerbsfähig zu gestalten.“

Von Veronika Pranger

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