th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Wohin führen die neuen Klimaziele?

Die EU und die USA verschärfen die Gangart gegen den Klimawandel mit CO2-Einsparungsplänen jenseits der 50 Prozent. Welche Chancen und Risken das für Wirtschaftsstandort und Unternehmen bedeutet.

Weg durch Wald
© fotografierend Der Weg zur Erfüllung der Klimaziele stellt die Wirtschaft vor große Herausforderungen.

Es sind ambitionierte Ziele, die kürzlich im Kampf gegen den Klimawandel beschlossen wurden: So haben sich Vertreter der EU-Staaten und des EU-Parlaments geeinigt, die Treibhausgasemission bis 2030 um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 senken zu wollen. Und auch die USA verschärfen ihre Anstrengungen unter Präsident Joe Biden: Bis 2030 soll der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen im Vergleich zu 2005 mindestens halbiert werden.

Richtungsweisende Entscheidungen, die massive Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft nach sich ziehen. Wir haben mit Interessenvertretern und Branchenexperten gesprochen, welche Chancen und Herausforderungen damit verbunden sind.

Steirer als Vorreiter in der Umwelttechnik

Große Chancen – vor allem im Bereich Klima- und Umwelttechnik – ortet Bernhard Puttinger, Geschäftsführer des Green Tech Clusters: Rund 200 weiß-grüne Betriebe mit 52.000 Beschäftigten sind es bereits, die als Teil des Clusters grüne Technologien als Geschäftsfeld erkannt haben. Und das Potenzial ist gewaltig: Fünf Milliarden Euro Umsatz wurden 2019 mit Umwelttechnik generiert – und selbst durch das Krisenjahr 2020 ist die Branche deutlich besser gekommen als viele andere. Für heuer rechnet Puttinger mit einem „längerfristig anhaltenden Wachstum“. Die neu formulierten Klimaziele dürften dabei ein Turbo sein, sind die Steirer doch Vorreiter  im Bereich der Klima- und Umwelttechnik: „Ein Marktwachstum von sieben Prozent bis 2030 in  Europa bietet enorme Chancen für unsere Betriebe – quasi mit dem Heimmarkt vor der Haustür.“ Besonders viel Potenzial sieht er im Bereich Automotive, in der Energiewirtschaft und in der Mikroelektronik: „Der Druck, klimaschonend zu produzieren, wird immer größer.“ Wie man mit Energieoptimierung wirtschaftlich erfolgreich sein kann, das zeigt das Start-up FSIGHT, das sein Konzept beim Global Innovation Summit präsentieren wird.

Doch nicht nur Chancen, auch große Herausforderungen sind mit den neuen Klimazielen verbunden, weiß Industrie-Spartenobmann Max Oberhumer: „Die Industrie bekennt sich seit Jahren zu Dekarbonisierungsschritten. Im energieintensiven Bereich wurden mit dem Emissionshandel schon viele Schritte gesetzt.“ So steigt etwa der Papiererzeuger Sappi aus der Kohle aus und verringert die CO2-Emissionen am Standort Gratkorn um 30 Prozent. 35 Millionen Euro werden dafür investiert. „Mit viel Technologie kann es auch gelingen, die neuen Klimaziele zu erreichen, aber es kostet viel Geld“, mahnt er zu „mehr Augenmaß für das richtige Tempo“. Entsprechend wichtig wäre es, die Entwicklung im Einklang mit den politischen Rahmenbedingungen so voranzutreiben, dass „die Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleibt“. Denn diese steht freilich auf dem Spiel, wenn Österreich mit selbst auferlegten, noch strengeren Zielen – Stichwort Klimaneutralität bis 2040 – in „Gold-Plating-Manier“ übers (Klima-)Ziel hinaus-
schießt. 


Innovationskongress als Ideengeber: Beim „Global Innovation Summit“ von 18. bis 20. Mai geht es um grüne und digitale Transformation.

Unter dem Motto „Exploring new perspectives“ geht der heurige „Global Innovation Summit“ über die Bühne – coronabedingt wird die Veranstaltung von 18. bis 20. Mai von Graz aus gestreamt.  Unter anderem werden der künftige WIFO-Chef Gabriel Felbermayer und Infineon-Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka Keynotes halten. Alle Vorträge, Hybrid-Workshops und Netzwerk-Treffen sind online zugänglich. Erwartet werden 1.500 Teilnehmer aus über 40 Ländern.

Bei der Veranstaltung verschmelzen zwei Konferenzen aus dem Bereich Forschung, Innovation und Digitalisierung miteinander: nämlich der internationale „Eureka Summit“ und der steirische „Zukunftstag“. Inhaltlich stehen heuer drei Schwerpunkte im Mittelpunkt: Neben der grünen und der digitalen Transformation wird es auch um Post-Covid-Entwicklungen gehen. 

Das Event bietet Betrieben, Innovationsagenturen und Forschungsorganisationen Gelegenheit, sich zu vernetzen. Infos und Registrierung unter: www.gis2021.com

Das könnte Sie auch interessieren

Pädagogin spielt mit zwei kleinen Kindern.

Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gefordert

„Es kann nicht sein, dass ein wirtschaftlich so starkes Land wie die Steiermark das Schlusslicht bei Betreuungsplätzen bildet. Es braucht einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag“, so FiW-Landesvorsitzende Gabriele Lechner.   mehr

29 Prozent der Steirer, die den Muttertag in ihrem Familienkreis üblicherweise feiern, wollen heuer aufgrund von Corona darauf verzichten.

Heuriger Muttertag bringt 30 Millionen Euro

Trotz Corona planen heuer wieder 92 Prozent der Steirer, am 9. Mai ihre Mütter zu beschenken. Was das für die Branchen heißt. mehr