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Wo innovative Wirtschaft zu einem echten Erlebnis wird

Unter dem Titel „Erlebniswelt Wirtschaft“ laden immer mehr heimische Betriebe dazu ein, hinter die Firmentore zu blicken.

Chocolatier Josef Zotter ist einer von aktuell 56 steirischen Chefs, die ihre Firmentore für interessierte Besucher öffnen.
© Erlebniswelt Wirtschaft Chocolatier Josef Zotter ist einer von aktuell 56 steirischen Chefs, die ihre Firmentore für interessierte Besucher öffnen.

Vom Verkosten süßer Versuchungen in der Zotter Schokoladen-Manufaktur über den respekteinflößenden Anblick hydraulischer Pressen mit bis zu 500 Tonnen Druckkraft bei AL-KO Kober oder dem nicht minder beeindruckenden Gang durch meterhohe Frachtcontainer-Schluchten am Gelände des Cargo-Centers bis hin zu den fein-säuberlich aufgereihten Jägermeister-Flaschen auf den Förderbändern der Destillerie Bauer: Das alles und noch viel mehr ist die „Erlebniswelt Wirtschaft“. Ein Projekt, das im Dezember 2009 gestartet wurde, um die innovativen Leistungen der weiß-grünen Betriebe vor den Vorhang zu holen (siehe Interview unten) und das mittlerweile 56 teilnehmende Betriebe zählt. 

Interaktiver Besuch

„Unternehmen öffnen ihre Türen, um Interessierten mittels spannender Erlebnistour einen Einblick in ihre Tätigkeiten zu geben“, erzählt Projektmanagerin Margret Hausegger. Die Bandbreite der Besucher reiche hier von Einzelpersonen über Familien und Schulklassen bis hin zu Studierendenexkursionen und Ausflugsgruppen – wir haben die vier wichtigsten Fakten für Sie zusammengefasst (siehe Storys unten.). 

„Viele Gäste kommen sogar aus den jeweiligen Regionen selbst. Weil sie wissen möchten, was sich hinter den sonst nur vom Vorbeifahren bekannten Firmentoren tut. Andere wiederum kommen bewusst deshalb, weil sie auf der Suche nach einer Lehrstelle oder einem Job sind“, klärt Hausegger über mögliche Tour-Motive auf. 

Insgesamt 2,5 Millionen Gäste haben bislang in die unterschiedlichsten Werkshallen geblickt, aktuell arbeiten weitere sechs Unternehmen an der Umsetzung einer interaktiven Firmenbesichtigung. Und das machen sie nicht ohne Grund, schließlich dient diese Öffnung nach außen nicht nur der Präsentation als regionaler Arbeitgeber – was in Zeiten des zunehmenden Mangels an Fachkräften nicht unerheblich ist –, sondern sie stärkt auch den Zusammenhalt im Unternehmen selbst, wie Hausegger betont: „Natürlich erfüllt es die Mitarbeiter mit Stolz, wenn Interessierte vorbeikommen, um die von ihnen tagtäglich vollbrachten Leistungen zu sehen.“

3 Fragen an LR Barbara Eibinger-Miedl

Was steckt hinter der Idee zur Erlebniswelt Wirtschaft?

Eibinger-Miedl: Hier ist der Name Programm: Die Besucher haben die Möglichkeit, hautnah mitzuerleben, wie unsere steirischen Unternehmen ihre Produkte herstellen. Mit diesem Blick hinter die Kulissen wird die Bedeutung der regionalen Wirtschaft für eine breite Öffentlichkeit sichtbar.

Welchen Mehrwert hat die Teilnahme für die Unternehmen bzw. für die Besucher?

Eibinger-Miedl: Für die Betriebe bieten die Erlebnistouren die Möglichkeit, regional und überregional bekannter zu werden und damit auch die Fachkräfte von morgen auf sich aufmerksam zu machen. Die Besucher erleben, welche Qualität und Kreativität in den steirischen Produkten steckt. Außerdem sehen vor allem junge Menschen die beruflichen Möglichkeiten, die es vor ihrer Haustüre gibt. Das Projekt ist also eine klassische Win-Win-Situation.

Was zeichnet die steirischen Unternehmen in ihrer Gesamtheit aus?

Eibinger-Miedl: Eine wesentliche Stärke ist die Innovationskraft unserer Betriebe, die uns zu einer der innovativsten Regionen Europas macht. 

Von A wie Admonter bis Z wie Zotter

Im Dezember 2009 startete das Projekt „Erlebniswelt Wirtschaft“ mit den Betrieben Lafarge, Steiner 1888, Gaulhofer und Gölles. Die aktuell Jüngsten im Bunde sind Resch Prototypen (seit November 2017) und Logicdata (mit April diesen Jahres). Insgesamt laden aktuell bereits 56 Betriebe alle Interessierten dazu ein, hinter die Kulissen zu blicken und den unternehmehmerischen Spirit im Steirerland vor Ort zu erleben – von A wie Admonter Holzindus­trie bis Z wie Zotter Schokoldaden. 

2,5 Millionen Besucher in den Hallen

Die Chance, einen authentischen Einblick in die Produktionen zu erhalten, nutzten von 2009 bis 2017 insgesamt 2,5 Millionen Besucher der Erlebniswelt Wirtschaft. Wobei die Bandbreite hier von Ausflüglern über Familien und Schulklassen bis hin zu Unternehmensgruppen und interessierten Einzelpersonen reicht. Zahlreiche Unternehmen laden kostenlos zu den speziell für die Besucher bereitgestellten Touren ein – eine (einfache Online-)Anmeldung dazu ist aber immer erforderlich.

Studierende im Mitarbeiter-Fokus

Bereits im fünften Jahr finden auch heuer wieder  von April bis Juni die speziellen „Erlebniswelt Wirtschaft Hochschultouren“ statt. Hier werden innovative steirische Unternehmen mit den potenziellen Fachkräften aus den heimischen Hochschulen vernetzt. Die von Kreativteams dazu speziell gestalteten Führungen unterstützen die Unternehmen dabei, ihre Leistungen den möglichen Mitarbeitern von morgen perfekt zu vermitteln.

Unternehmen profitieren mehrfach

Ziel der Erlebnistouren ist es, die Unternehmen vor den Vorhang zu holen. Nicht zuletzt in Zeiten des Fachkräftemangels ist das also ein wichtiges Tool, um potenzielle Mitarbeiter vom eigenen Betrieb zu überzeugen. Aber auch die Belegschaft profitiert davon – das gemeinsame Präsentieren der Leistungen stärkt das Wir-Gefühl. Unterstützt wird die Teilnahme von der SFG, die Projektumsetzung koordiniert die Creative Industries Styria.

Von Veronika Pranger

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