th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Wirtschaftsbarometer: Robuste Konjunkturlage in turbulenten Zeiten

Überraschend gut – zumindest derzeit noch – fallen die Ergebnisse einer aktuellen Erhebung des IWS unter 845 steirischen Unternehmen aus. Ob Gesamtumsatz, Auftragslage, Preisniveau, Investitionen oder Beschäftigung: Sämtliche betriebliche Konjunkturwerte sind im Gegensatz zum allgemeinen Wirtschaftsklima im Plus. 

Konjunktur, Wachstum, Pflanze
© Adobe Stock/Thanit Nach den Corona-Zwangspausen ist die steirische Wirtschaft wieder angesprungen, doch jetzt drohen neue Unsicherheiten.

Nach dem Ende der Corona-Einschränkungen wären die Konjunkturpfeile im Frühjahr eigentlich auf kräftiges Wachstum ausgerichtet gewesen. Doch dann kam der Ukrainekrieg und mit ihm nicht nur (un)menschliches Leid, sondern auch neue wirtschaftliche Einschränkungen. Diese haben auch die Stimmung in der steirischen Wirtschaft getrübt, wie die Einschätzung des allgemeinen Wirtschaftsklimas im neuen Wirtschaftsbarometer zeigt. 845 Unternehmen haben an der großen Konjunkturumfrage der WKO Steiermark teilgenommen: 33,4 Prozent geben an, dass das Wirtschaftsklima sich verschlechtert habe – 31,9 Prozent sehen eine Verbesserung. Ergibt unterm Strich einen Negativsaldo von -1,5 Prozentpunkten. Beim Erwartungssaldo für die kommenden zwölf Monate sinkt dieser Wert sogar auf -52,3 Prozentpunkte. Damit gerät der konjunkturelle Konsolidierungskurs gehörig ins Wanken – doch er ist noch nicht ins Negative gekippt! Denn die bisherige Entwicklung des eigenen Unternehmens wird entgegen dem allgemeinen Wirtschaftsklima (noch) durchaus positiv bewertet. Sämtliche Saldenwerte befinden sich hier deutlich im Plus. Die Daten im Detail: Gesamtumsatz +42,0 Prozentpunkte, Auftragslage +37,8 Prozentpunkte, Preisniveau +74,3 Prozentpunkte, Investitionen +24,3 Prozentpunkte und Beschäftigung +24,8 Prozentpunkte.   

Auch bei den Erwartungen spiegelt sich die optimistischere Haltung für das eigene Unternehmen im Vergleich zum allgemeinen Wirtschaftsklima wider. Der Saldo für die künftige Entwicklung des Gesamtumsatzes beträgt +8,2 Prozentpunkte, bei der Auftragslage sind es +3,3 Prozentpunkte, beim Preisniveau +60,9 Prozentpunkte, bei den Investitionen +0,2 Prozentpunkte und bei der Beschäftigung +11,1 Prozentpunkte. „Damit überwiegen trotz aller Herausforderungen noch immer die Optimisten, verbunden allerdings mit zahlreichen Unsicherheitsfaktoren. Hier fordern wir von der Politik mehr und noch entschiedenere Maßnahmen“, so WKO Steiermark Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Flaschenhals eines jeden Aufschwungs ist und bleibt der Arbeits- und Fachkräftemangel, dieser wird in der Umfrage von 85,3 Prozent zu den größten Herausforderungen gezählt. Auf Platz zwei folgen die Teuerungen im Energie- und Rohstoffbereich, diese werden von 76,9 Prozent der Unternehmerinnen genannt, danach folgen Lieferkettenprobleme (71,2 Prozent), Arbeitskosten (41,1 Prozent) sowie – mit großem Abstand – Reisebeschränkungen (9,4 Prozent) und Liquiditätsengpässe (7,6 Prozent). Als dringendste Maßnahmen gefordert werden eine weitere Reduktion der Energieabgabe (66,2 Prozent) und der Mineralölsteuer (54,4 Prozent) sowie der Ausbau der erneuerbaren Energien (46,6 Prozent), gefolgt von der Abschaffung der kalten Progression (39,6 Prozent). „Das entspricht den Forderungen unserer „unternimmwas“-Initiative. Im Rahmen dieser haben wir 35.000 Unterstützungserklärungen gesammelt, darum fordern wir von der Politik jetzt die rasche und unbürokratische Umsetzung dieser Maßnahmen. Sonst droht das negative Wirtschaftsklima die jetzt noch robuste Geschäftslage in den Betrieben ins Negative zu ziehen. Das müssen wir verhindern“, so Präsident Josef Herk. 

 

Dernoscheg, Herk (v.l.)
© Foto Fischer WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg und Präsident Josef Herk (v.l.) bei der Präsentation der Ergebnisse.

 

Was die Wirtschaft von der Politik fordert

 

UNTERNIMMWAS.AT: Energiesteuern senken

  •       Runter mit den Abgaben auf Gas und Strom
  •       Runter mit der Mineralölsteuer
  •       Runter mit der Auflagenflut beim Ausbau der erneuerbaren Energie

FACHKRÄFTE: Maßnahmenpaket zur Fach- und Arbeitskräftesicherung umsetzen

  •      Mobilisierung des heimischen Arbeitskräftepotenzials: überregionale Vermittlung, Reform       Arbeitslosengeld, Ausbau der Kinderbetreuung, Einführung Teilkrankenstand etc.
  •      Qualifizierte Zuwanderung: Österreich für Fachkräfte attraktiver mache
  •      Bildungsoffensive: Reform Bildungskarenz, Lehre nach der Matura, Corona-Stiftung etc.

INFLATION: Lohn-Preisspirale verhindern

  •       Zurückhaltung bei Lohnforderungen einmahnen
  •       Vorrang für steuerfreie Einmalzahlungen gegenüber hohen Lohnabschlüssen
  •       Kalte Progression abschaffen

Das könnte Sie auch interessieren

Stromkabel und Geld

"Auf Energiekostenzuschuss müssen weitere Maßnahmen folgen"

Gemeinsam melden sich die Vertreter des künftigen „Wirtschaftsraums Süd“ zu Wort: WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk und sein Kärntner Amtskollege Jürgen Mandl begrüßen zwar das neue Unterstützungspaket für Betriebe als „wichtige Notmaßnahme“, dieser müssten aber weitere folgen.  mehr

Expertenrunde um die beiden Landeshauptmänner Christopher Drexler und Peter Kaiser sieht positive Zukunft für „Wirtschaftsraum Südösterreich”.

Der Koralmtunnel als Chance für Südösterreich

Neue Entwicklungsmöglichkeiten und Wachstumspotenziale entlang der Achse Graz-Klagenfurt: Der Wirtschaftsraum Südösterreich positioniert sich im Wettbewerb der Standorte neu.              mehr

Der Algorithmus von sozialen Netzenwerken sorgt dafür, dass Nutzern vor allem solche Produkte angezeigt werden, die sie auch tatsächlich interessieren könnten.

Wie der Verkauf über Social Media gelingt

Social Shopping, also das Kaufen von Produkten via Social Media, wird immer beliebter: 42 Prozent der Online-Shopper kaufen bereits auf Plattformen wie Instagram oder Facebook ein. Wir haben nachgefragt, welche Vorteile das Kaufen und Verkaufen via Social Media bringt und warum man diesen Trend nicht unterschätzen sollte.  mehr